Reiseziele für Körper, Seele und Geist - Tipps von Barbara Simonsohn

Traumurlaub au der Moringa - Biofinca

„Frieden“, das ist das Wort, was mir frühmorgens einfällt. Hier ist es einfach FRIEDLICH, in jeder Beziehung. Keine Geräusche außer dem m Zwitschern der Vögel, dem Krähen der Hähne, dem Wiehern eines Esels in der Ferne. Kein Autolärm, keine Flugzeuge, keine Rasenmäher oder Laubpüster, die bei mir zuhause in Hamburg fast immer betriebsamen Lärm entfalten. Frieden auch sonst: zwischen der Hühnerschar samt Hahn und dem Finca-Hund Doby sowie den vier Katzen, die in dem riesigen Gelände von vier Hektar frei herumlaufen. Schmetterlinge – die häufigsten sind der Kanaren-Weissling und der Diestelfalter – laben sich an Natternkopf-Nektar und Moringa-Blüten. Die Vogelwelt ist vielfältig: das quirlige Goldhähnchen sitzt schon morgens auf dem Balkonsims. Die in Deutschland selten gewordenen Wiedehopfe mit ihrem prächtigen Federkleid und Kopfschmuck brüten sogar auf dem Finca-Gelände. Palmen wiegen sich im Wind, und Ringelblumen und wilde Margeriten geben sich ein farbenfrohes Stelldichein. „Moringa Suerte“, die Biofinca von Martin Thiele, wird schon seit mehr als dreißig Jahren biologisch gewirtschaftet. Die biologische Vielfalt ist von daher nicht verwunderlich. Die Gäste können sich an den Kräutern wie wildem Fenchel oder auch Rosmarin und Passionsfrüchten bedienen.

Warum „Moringa Suerte“? Vor einigen Jahren bekam Martin Thiele „hohen Besuch“. Professor Klaus Becker von der Universität Hohenheim schaute sich die Finca an und erzählte ihm von dem Potential der Moringa-Pflanze. Professor Becker gilt als DER Moringa-Experte Deutschlands und forscht dazu seit 30 Jahren. Martin Thiele war beeindruckt. Professor Becker: „Ihr Finca ist gut geeignet vom Klima her und der Lage. Keine Abgase, keine großen Straßen in der Nähe, seit Jahrzehnten keine Pestizide, ein durch und durch biologisch aktiver Boden. Warum bauen Sie hier nicht Moringa an?“. Martin Thiele war beeindruckt. Moringa ist die mit Abstand nährstoffreichste Pflanze der Welt mit genau den Inhaltsstoffen, die in unserer Zivilisationskost fehlen, die wir aber dringender denn je brauchen. Gesagt, getan. Aus einer Pferde-Finca wurde eine Moringa-Finca, der Gästebetrieb – die Vermietung von Appartments – blieb.

Das heißt, Pferde hat Manfred Thiele noch immer. Er reitet sie nicht nur, sondern sie schenken ihm auch den besten Dünger der Welt, Pferdeäpfel. Selbstverständlich werden seine Pferde nur mit Bio-Futter verpflegt. Der organische frische Pferdedung wird noch angereichert mit Plocher-Produkten, und auch das Beregnungs-Wasser wird mit Plocher-Pulver energetisiert. Martin Thiele: „Diese Produkte sind zwar nicht billig, aber sehr wirksam.“ Das Ergebnis lässt sich sehen: Kräftige und widerstandsfähige Pflanzen und hervorragende Moringa-Produkte. Jeder Gast bekommt übrigens ein Moringa-Buch geschenkt und auf Wunsch morgens einen Strauß Moringa-Blätter vor die Tür gestellt. Wo gibt es so etwas noch mal, Moringa frisch?

Alle zwei Monate bittet Martin Thiele zum Hoffest. Gäste und Besucher können kostenlos Moringa-Tee kosten und eine Moringa-Suppe genießen. Der Hausherr hält einen Vortrag über die gesundheitlichen Vorzüge dieses Wunderbaums. Und lässt Moringa-Kekse reichen, das Rezept kann man mitnehmen. Natürlich gibt es auch Moringa-Produkte zu kaufen wie Kapseln, Presslinge, Tee und Pulver. Sogar eine Salbe mit Moringa-Samenöl und ein Blatt-Elixier sind im Programm. Selbstverständlich sind alle Produkte bio-zertifiziert. Moringa wird schonend per Hand geerntet. Die Blätter werden – ohne Stiele, die bekommen die Pferde - bei Rohkosttemperatur 36 Grad mit einem solarbetriebenen Trockner konserviert, um alle Vitalstoffe bestmöglich zu bewahren. Vielleicht gibt es im Moment kein hochwertiges Moringa zu kaufen. Martin Thiele, das merkt man, wenn man ihm zuhört, ist mit Liebe bei der Sache. Frieden und Harmonie zwischen den Menschen, zwischen Mensch und Tier und mit der Natur, das liegt ihm am Herzen.

Natürlich braucht man auf der Finca nicht Urlaub machen, um an die Moringaprodukte der Spitzenklasse heran zu kommen, es gibt sie auch im Internet unter www.moringasuerte.com . Und: ein Urlaub auf dieser Biofinca ist ein ganz besonderer, besonders für Moringa-Fans und Anhänger einer gesunden und natürlichen Lebensweise. Wie habe ich meinen Urlaub erlebt? Erst mal finde ich es angenehm, nicht erst durch die halbe Insel zum Urlaubsort fahren zu müssen. Nur 30 Minuten vom Flughafen entfernt liegt die Finca, man hört oder sieht aber nichts vom Flugverkehr. Direkt kann man von der Finca aus losjoggen und kann wilde Kanarienvögel, Turmfalken oder Wiedehopfe beobachten. Überall blüht es selbst im Winter. Kein Wunder, dass Teneriffa den Beinamen „Insel des ewigen Frühlings“ trägt. Die Canarios haben einen Sinn für Schönheit, ihre Häuser sind mit Bougainvilla, Hibiskus oder Oleanderbüschen verziert.

Ich habe mir jeden Morgen Feigenkaktus-Früchte mitgebracht zum ersten Frühstück, mit zwei Plastiktüten bewaffnet. Eine zum Festhalten, die andere zum Abdrehen. Feigenkaktus-Früchte sind sehr gesund, blutreinigend und gut fürs Herz aufgrund ihrer Polyphenole oder Pflanzenbegleitstoffe. Sie haben Stacheln, und daher ist die Zubereitung etwas delikat, aber mit etwas Übung klappt es gut. Eine Frucht mit der Gabel aufpieksen, mit dem Messer halbieren, mit der Gabel festhalten und mit einem Teelöffeln auslöffeln.

Die Finca liegt etwa 400 Meter hoch, damit ist es auch im Sommer nicht zu kalt. Immer weht ein laues Lüftchen. Morgens mache ich meine Runde übers Gelände und begrüße die drei Pferde, die Hühnerschar, die Katzen, den Hund. Schmetterlinge umgaukeln den blauen Natternkopf, ihre Lieblingspflanze. Einige Moringapflanzen haben gleichzeitig Blüten, Blätter und samenhaltige Schoten. Ihre Blätter glänzen in der Sonne, und der Duft der Blüten erinnert an Maiglöckchen. Martin Thiele hat auch Obstbäume gepflanzt wie Orangen, Zitronen, Mangos und Cherimoyas. In der Zeit, in der die Hühner eifrig Eier legen, schenkt er den Gästen welche. Wo bekommt man solche Eier? Die Hühner sind den ganzen Tag auf dem riesigen Gelände unterwegs und picken Grassamen, Wildkräuter oder Insekten. Natürlich bekommen sie auch noch Bio-Futter. Freiland-Eier und Freiland-Eier: dazwischen liegen Welten. Die Freiland-Eier, die man bei uns im Laden bekommt, auch in Bio-Qualität,  sind von Hühnern, die auf nackter Erde Auslauf haben und keine Chance haben, ihr Futter selbst zu suchen.

Zur Finca gehört eine Sauna, in der sich die Gäste nach Wunsch treffen ein oder zwei Mal die Woche. Spontan ergeben sich Kontakte, hier oder beim Wäscheaufhängen oder beim Spaziergang über die Finca. Es wird sich verabredet zu gemeinsamen Wanderungen oder zum Bauern-Markt in San Isidro zwei Mal die Woche, auf dem man viele Bioprodukte findet wie Obst und Gemüse. Der Geschmack der Ananas von El Hierro, der Nachbarinsel, ist legendär und außer Konkurrenz.

Zum Meer in El Medano ist es nicht weit. Bei genügend Wind kann man hier windsurfen oder kitesurfen. Selbst Anfang Januar ist die Meerestemperatur mit 20 Grad zum Schwimmen wunderbar. In El Medano, ab dem Kietsurfer-Gebiet, erstreckt sich ein riesiges Naturschutzgebiet mit vielen seltenen Pflanzen und Tieren, mit Monte Rocha – 170 Meter hoch – als Höhepunkt. Dort findet man Watvögel wie Sandregenpfeifer oder Seeregenpfeifer, die hier überwintern. In Las Tejitas zu Fuße des Berges gibt es einen Nacktbadestrand. Im Laden vom Hotel Playa Sol gibt es jede Menge deutschsprachige Literatur über Teneriffa: Naturführer, Vogelführer, Wanderführer und das Buch mit den Aufzeichnungen von Alexander von Humboldt, der hier zwar nur eine Woche war, aber unglaublich viele Tiere und Pflanzen kartiert hat. Auf Teneriffa leben etwa 6000 Pflanzen- und Tierarten, die es ausschließlich hier gibt.

Auf dem Rückweg kann man im Bioladen von San Isidro einkehren, dem ein kleines erstaunlich preiswertes Café und Bio-Restaurant angegliedert ist. Die heiße Schokolade auf Wunsch mit Pflanzenmilch ist ein Genuss. Die Auswahl – von Tofu über Bananen, Hafermilch bis Tahin – ist groß, und es gibt viele Produkte wie Brotaufstriche, die ich von deutschen Bioläden her kenne.  

Für Naturliebhaber ist die Insel also ein Eldorado. Durch den über 3700 Meter hohen Teide findet man hier auf kleinstem Raum alle Klimazonen von subtropisch und feuchtem Lorbeerwald bis zu der wüstenähnlichen Landschaft der Canadas. Und: die Wüste lebt, steckt voller tierischem und pflanzlichem Leben. Schon ein Spaziergang durch die Kiefernwälder ab 800 Metern Höhe ist ein Geschenk. Die langen Nadeln der Kanarischen Kiefer glänzen in der Sonne. Die trockenen Nadeln am Waldesgrund dämpfen jeden Schritt. Nur Stille, ein feines Rauschen in himmlischer Ruhe, bis auf das Zwitschern von Vögeln wie Brillengrasmücke oder Gebirgsstelze. Um jede Wegbiegung lassen neue atemberaubende Ausblicke aufs Meer und die Nachbarinseln das Herz höher schlagen. Auf dem Weg zurück schrecke ich Felsenhühner auf, die wie Rebhühner aussehen, nur viel farbenprächtiger. Wie Rebhühner in Deutschland sind auch diese Hühner selten geworden durch den Einsatz von Pestiziden. Sie leben von Läusen, die sie von Pflanzen picken.

 

 

Ein Ausflug auf den Teide in dies atemberaubende Mondlandschaft  des Nationalparks ist fast schon ein Muss für einen Teneriffa-Urlauber. Tiere und Pflanzen, die es weltweit nur hier gibt, wie den strahlend blauen Teide-Finken, erfreuen das Herz jedes Naturliebhabers. Der Teide-Lack erinnert etwas an Lavendel. Die Färbung seiner Blüten verändert sich im Laufe der Zeit von violett zu weiß. Im Mai und Juni verzaubert der Teide-Ginster die Canadas mit einem Meer aus weißen und rosa Blüten. Krabbenspinnen bauen keine Netze, sondern nisten sich in Blüten ein und passen sich zur Tarnung an die verschiedenen Blütenpflanzen an. Das Teide-Veilchen wächst auf über 3500 Metern Höhe und sein lateinischer Name verewigt seinen großen Entdecker Alexander von Humboldt. 

Das Fazit von meinem Urlaub? Ich war fast den ganzen Tag draußen, habe mich in der freien Natur bewegt, viele gute Kontakte zu Gleichgesinnten genossen und tiefe Begegnungen mit Tieren – Haustiere und Tiere der Wildnis – erleben können. Die Energie auf Teneriffa ist für mich beflügelnd. Vielleicht liegt es an den Vulkansteinen, Symbol für Feuer und Transformation, die hier überall zu finden sind. Einige Kraftsteine nehme ich mit nach Hause. Urlaub unter Freunden: Hier auf der Finca erlebte ich fast so etwas wie Familienanschluss mit Martin Thiele und seinen Gästen, die oft schon Stammgäste geworden sind. Auf jeden Fall kommt hier eine besondere „Truppe“ zusammen, die Remmidemmi und Trubel meiden und Einfachheit und Naturverbundenheit zu schätzen wissen. So kehre ich mit neuen Ideen und aufgeladenen Batterien zurück und freue mich schon auf das nächste Mal.

Den CO2-Abdruck meines Fluges habe ich bei „Atmosfair“ für 40 Euro ausgleichen können, die Kosten sind sogar steuerlich absetzbar. Atmosfair finanziert mit dem Geld zum Beispiel Aufforstungsprojekte in der Subsahara. Auch Langzeiturlauber sind sehr zufrieden mit ihrem Zugvogel-Winterquartier. Diese Idee keimt auch in mir: mich in absehbarer Zeit im Winter für ein paar Monate hierher an diese kleine schöne Flucht  abzusetzen. Was ich erlebe: Sonne schenkt nicht nur Vitamin D, sondern gute Laune, und bunte Blumen erfreuen zu jeder Jahreszeit das Herz.                         

Kontakt für Urlaub und Moringaprodukte (werden von Deutschland aus verschickt): www.moringasuerte.com kontakt@moringasuerte.com Tel. 0034-678403844.

Pflanzenführer: Schönfelder „Kanarische Pflanzenwelt“ Zech Verlag

Naturführer: Horst Wilkens und Ulrike Strecker, „Teneriffa. Blaue Finken, Blütenpracht“, Naturalanze

Literatur über Moringa: Barbara Simonsohn, „Moringa – der essbare Wunderbaum“, Jim Humble Verlag 

 

 

Biohotel  Grafenast: Das Adlernest über dem Inntal. 

Und der Himmel ist so nah!

 

 

 Natur, Schönheit, Harmonie. Das fällt mir ein, als ich aus dem Fenster schaue, von 1330 Metern aus mit Blick auf die Tuxer Alpen, das Karwendel und den silbrig glänzenden Inn. Vielleicht das Schönste in Grafenast ist dieser atemberaubende Weitblick. Ein Festschmaus für die Augen: nur Fliegen ist schöner!  Die Sonnenuntergänge in Etappen sind so grandios, dass einige Gäste vor lauter Fotografieren kaum zum Abendessen kommen. Mal tanzen kleine Wolken aus rosa Zuckerwatte am Horizont. Mal zucken dramatisch glühende Blitze über majestätische Berggipfel. Manchmal ist das Tal unter einem von einer dicken Wolkenschicht zugedeckt, und man kommt sich vor wie in einer anderen Welt. Die Bergzinnen glühen noch einmal kurz auf in allen Farben von pink bis feuerrot, bis sie die Nacht verschluckt mit tiefstem Schwarz. Was bleibt: bei klarem Himmel der Tanz der blinkenden Sterne, die hier so nah erscheinen, dass man sie pflücken will.“ 

 

Nach einem spektakulären Sonnenuntergangs-Schauspiel notiere ich in mein Tagebuch: „Die Sonne schickt ein paar letzte Strahlen in allen Farben des Regenbogens als Abschied durch die Bergspitzen. Kurz leuchten die Berge, wieder auf, wie eine flackernde Lampe, dann erstarren die Riesen in ihrem schwarzen Abendkleid. Alle Farbe weicht. Dafür flackern die Lichter im Tal auf und blinken um die Wette, Symbol für geschäftiges Tun auch nach Sonnenuntergang. Hier oben wird es still, die Vögel verstummen, nur die Kuhglocken bimmeln bis tief in die Nacht wie Zeugen einer heilen Welt. Schlafen Kühe eigentlich auch mal, oder bewegen sie sich im Traum? Die Grillen beenden ihr eintöniges Zirpen, und ein köstlicher Frieden legt sich über Berg, Tal und Himmel.“ 

 

Der Charme von 100 Jahren Vollholz und Naturmaterialien findet sich hier vereint mit leichter und leckerer Bioküche und einem feinen Wellness-Angebot. Fernsehen im Zimmer: Fehlanzeige. Und wird bei dieser Fernsicht auch nicht vermisst. Überhaupt genießt der Gast elektrosmog-freie Ferien. WLAN gibt es nur im Vorraum des Wellness-Bereiches, und um 22 Uhr wird es abgestellt. Die alte Gaststube ist aus Zirbenholz. Wie Professor Maximilian Moser herausfand: das Holz der alpinen Zeder oder Arve wirkt leicht stimmungsaufhellend und macht gesprächiger. Kein Wunder, dass man mit den Gästen leicht in Kontakt kommt. Schlafen in Vollholzbetten wie im Hotel Grafenast stärkt das Vegetativum und spart eine Stunde Herzleistung pro Nacht, das sind etwa 3600 Schläge. In jedem Zimmer steht ein Zedernwürfel mit Zedernspäne, aromatisiert mit natürlichem Zedernholzaroma. 

 

  Die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit vom Personal zeigt: hier ist der Kunde König, der Gast steht im Mittelpunkt. Ein Beispiel: abends gibt es bei kühleren Nächten heiße Wärmflaschen in einem Weidenkorb auf jeder Etage… Der Chef, Herr Unterlechner, kocht selbst. Und zwar: mit Leidenschaft. Kochen ist seine Passion. Das merkt man. Die Speisen sind kreativ und bodenständig und bieten auch etwas fürs Auge. „Natur pur trifft Bio“. Alle Zutaten sind aus Bio-Anbau, vorzugsweise aus der Umgebung. Nur einige alte Weine tragen noch nicht dieses Siegel, sie wurden vor der Umstellung auf „bio“ angeschafft, wie uns der Kellner erklärt. Im Sommer kann man mitkommen zum Pilze- und Kräutersammeln. Seit vielen Jahren trägt das Hotel Grafenast die Grüne Haube, österreichisches Qualitätszeichen für vegetarisch vegane Küche. Mehrfach wurde dieses Haus von „Geo Saison“ unter die besten Ökohotels Europas gekürt. 

 

Das Angebot im Hotel Grafenast schließt vieles ein. Das abwechslungsreiche Frühstücksbuffet, eine Mitnehmjause vom Buffet, ein Mittagssnack  sowie ein 5-Gänge-Menü am Abend. Den ganzen Tag stehen hauseigene Kräutertees und Grüntees sowie Grander-Wasser bereit. Es gibt ein Aktivprogramm bei gemeinsamen Touren mit dem Hausherren, winters wie sommers. Alle Regional-Busse sind kostenfrei. Im Winter gibt es Rodelausflüge, im Sommer einen Naturkost-Workshop „Wildkräuter und Blumenwiese“. Es gibt einen Meditationsraum und ein Fitnessstudio. Im Hotel gibt es eine Bibliothek, das ganze Haus ist eine Galerie, und es gibt wöchentliche Führungen. Ein Mal wöchentlich ist Hauskino mit Austrofilm-Klassikern. Das Panorama-Spa bietet Sauna, Hamam, Zirben-Infrarotsauna, eine Jurtensauna im Wald und ein Tepidarium. Der „Sehnsuchtsgarten“ ist geschmückt mit Kunstwerken – über einem Tor steht „Grüß Göttin“ -, Spielbereich, Ruheplätzen, einem Teich und Kräutergarten. Im Sommer lädt das Freibad zum Schwimmen mit Weitblick ein, und es gibt ein Entspannungshaus im Gemüsebeet. Ich notiere in meinem Tagebuch: „Der Inn schlängelt sich wie ein silbriges Band das Inntal entlang. Kleine Seen flirren silbrig in der Mittagsglut. Im Naturbad plantschen und lachen Kinder. Grillen zirpen. Die Sonne lädt die Haut mit Sonnenkraft – Wärme, Licht, Stärke – auf.“ An einem lauen Sommerabend schreibe ich: „Unzählige Sterne erscheinen am Firmament, zum Greifen nah. Sehnsuchtsort für Traumtänzer. Ruhepunkt in einer bewegten Welt. Oase der Stille. Natur pur und Bio: das gehört hier zusammen. Und wirkt so natürlich, so vertraut, endlich wieder zusammengefunden.“ 

Die Kurabteilung mit Massage-Angebot arbeitet selbstverständlich ausschließlich mit hochwertigen Naturprodukten. Auch an die Kinder ist gedacht: Es gibt einen Kinder-Spielraum mit Kletterwand, Tischfußball und vielem Spielzeug. Im Winter gibt es ein Kinderprogramm mit Nähworkshop 1 Mal die Woche in den Ferienzeiten, geleitet von Frau Unterlechner. Im Sommer können sich Kinder an fünf Tagen als Silver-Ranger ausbilden lassen. Nach erfolgter Prüfung über Flora und Fauna winkt ein Fernglas zum Abschluss. Ich war an einer dieser Exkursionen dabei, im Karwendel, und war über das Niveau der Naturpädagogik positiv überrascht. Wir haben sogar zwei Kreuzotter und einen Steinadler beobachten können. 

 

Überhaupt ist Hotel Grafenast der ideale Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen. Direkt hinter dem Haus befindet sich eine Seilbahnstation. Diese Seilbahn bringt einen auf 1900 Meter Höhe zu Füßen des Kellerjochs, einem wunderbaren Aussichtsberg mit kleiner Kapelle auf der Spitze. Die Alpenflora ist atemberaubend, von Enzian bis Silberdistel. Ich habe abends in mein Tagebuch geschrieben: „Lächelndes Glück in den Gesichtern. Ein Kranz schneebedeckter Majestäten am Horizont, darunter Großglockner und Großvenediger. Abstieg hüpfend wie eine Gemse. Der Körper jubelt, und die Seele stimmt mit ein.“ 

 

Die Tourismuszentrale in Schwaz bietet mehrmals die Woche geführte Wanderungen an zum Beispiel auf die Lamsenspitze. Von vielen Kennern wird das Karwendel als schönste Region der Alpen betrachtet. Warum? Die Berge sind schroff und steil und erinnern an die Dolomiten. Wenn man Glück hat, glühen sie frühmorgens oder abends wie riesige Räucherstäbchen. Die Flora und Fauna ist einmalig, mit einigen Tier- und Pflanzenarten, die nur hier vorkommen. Steinböcke, Gemsen, Murmeltiere und 42 Steinadler… Wilder und ursprünglicher geht es kaum. Von Pertisaus am jadegrünen Achensee trägt einen eine weitere Seilbahn einen auf 1600 Meter Höhe ins Karwendel, von wo farbenfrohe Gleitschirmflieger über den See talwärts schweben. Von dort lassen sich mehrere Karwendel-Riesen wie der Bärenkopf besteigen. 

 

Wer gerade mal keine Lust auf Bergwandern hat – meine Schwester und ich hatten das jeden Tag! -, kann das alte Silberbergwerk in Schwaz besuchen, das dortige Museum der Völker, die Burg Freundsberg, das Kloster St. Georgenberg oder das Schloss Tratzberg. Nicht weit von Grafenast liegen die Swarovski Kristallwelten und die mittelalterliche Stadt Hall.   

Im Winter trägt einem diese Seilbahn ins kleine, aber feine Schigebiet. Es gibt in der weißen Jahreszeit wöchentliche Schneeschuh-Touren, geleitet vom Hotelchef. Zum Beispiel am Arbeserkogel, dem Schiberg hinterm Haus, mit Blick auf den majestätischen Gilfert. Es gibt für alle Gäste älter als 50 Jahre einen Gratis-Schikurs zum Wiedereinsteigen. Bei mindestens einer Woche Familienurlaub ist der Schikurs für Kinder bis 12 Jahren frei, und auf die Leihausrüstung gibt es 50% Rabatt. Wer Alpin-Schi nicht mag, und wem auch Rodeln zu schnell ist:  Für meditatives Winter-Erleben gibt es Winterwandern und Langlauf ganz in der Nähe.

 

Ein umfangreiches Seminarprogramm lädt ein zu Yoga-Wochen, Training für Yogalehrer, Qi Gong, Ernährung, Feuerlauf, Malkursen, Bildhauern und Bronzegießen, Ayurvedisches Fasten, Darmkuren nach der Traditionellen Chinesischen Medizin TCM, Tanz und einem Achtsamkeits-Retreat. Für Kinder gibt es im Sommer ein Familienprogramm im Haus an zwei Tage  in der Woche, es gibt auch eine hauseigene Kinderbetreuung von Anfang Juli bis Anfang September, damit die Eltern auch einmal Paarzeit genießen und die wunderschöne Bergwelt allein erobern können. 

Hotel Grafenast, Sehnsuchtsort der Harmonie, Refugium, Kraftort und Idyll, wie aus der Zeit gefallen, dem Himmel so nah, kleine Flucht vom Alltag. Tief durchatmen, würzige Tannenluft, Kraft und Klarheit tanken und Frieden in einer so bewegten Welt.

Teneriffa – Natur pur, bio und ursprünglich

 

Teneriffas Süden? Der besteht auch aus dem romantischen El Médano. Im Naturschutzgebiet um den pyramidenförmigen Berg „Montana Rocha“, dem Wahrzeichen des Fischerortes, bin ich meinen ersten Halbmarathon gelaufen. Eigentlich sollten hier Appartments gebaut werden. Heinz-Dieter Hüneke vom Strandhotel „Playa Sur Tenerife“ konnte dies verhindern. Ihm ist es zu verdanken, neben Professoren der Universität La Laguna, dass dies Vogel-el-Dorado und Schnorchel-Paradies jetzt UNESCO-Weltnaturerbe ist. Direkt am Hotel liegen Tauch-, Surf- und Kite-Surfschulen, und bei gutem Wind ist der Himmel bunt von Kite-Segeln. Der Strand ist kilometerlang und feinsandig. Alle Zimmer haben Meeresblick. Die Kanarische Küche in Buffetform besteht aus Bio-Produkten. Mein Favorit: Papayas und Tomatensalat. Es gibt auch deutsches Vollkornbrot. Der Garten wurde vom Visionär César Manrique gestaltet, der auch Lanzarote seinen künstlerischen Stempel aufgedrückt und jenes Eiland zu einer der schönsten Inseln der Welt gemacht hat.

Das Hotel hat ein eigenes Kulturprogramm mit Vorträgen sowie Musik- und Opernabenden. Wer will, kann hier auch Spanisch lernen. Der Hotelchef selbst gibt Klavierabende und lädt zu naturkundlichen und kulturellen Wanderungen ein, wie zu den Stufenpyramiden von Güimar, die Thor Heyerdal berühmt machte, ein langjähriger Freund von Heinz-Dieter Hüneke. Eine deutsche Wanderführerin erkundet in Kleingruppen Wälder, Berge und Natur auf der gesamten Insel. Ein Höhepunkt ist die Fahrt zum Teide, den mit 3700 Metern höchsten Berg Spaniens. Das Wahrzeichen Teneriffas ragt aus einer bizarren Vulkanlandschaft heraus, die für viele Western-Filme die stilvolle Kulisse bildete. Die Luft ist hier so rein, dass es eine Sternwarte gibt. Der spanische König ist Hobby-Astronom und daher öfters auf der Insel. 

 

Für Gesundheitsbewusste gibt es im „Playa Sur Tenerife“ Yoga, Reiki, eine Infrarotkabine und einen Meerwasser-Swimmingpool. Natürlich kann man auch im Meer selbst baden und schnorcheln. Das Hotel ist der ideale Ausgangspunkt zum Joggen, Wandern oder schwimmen. Im Hotelshop gibt es eine reiche Auswahl von Büchern über Fauna, Flora und Kulinarik der Insel. Außerdem werden Aloe-Vera- und Moringaprodukte angeboten. Der Hotelchef fährt regelmäßig zum MoringaGarden, in dem ein Botanischer Garten mit blühenden Baobab-Bäumen entstanden ist. Vor Ort können die Gäste Moringatee und –Kekse genießen – im Winter auch Moringastollen - und in einer ausführlichen Führung die Pflanzenwelt – von allen elf Moringasorten über Mangobäumen und Papayas und seltenen Palmen – kennen lernen. Im August kommen Folklore-Gruppen aus vielen Ländern zu einem Chor-Wettbewerb. Am Wochenende ist in El Médano Markt mit vielen Bioständen, wo man sich austauscht und knackiges Obst und Gemüse kaufen kann. Hier sucht Heinz-Dieter Hüneke persönlich Lebensmittel für seine Gäste aus, die in seinem kleinen Drei-Sterne-Hotel mit Traumblick auf Meer und Berge eine familiäre und persönliche Atmosphäre genießen.

 

TTS Teneriffa-Touristik, Hamburg, www.tts-touristik.de, Tel. 040-2201477 und www.hotelplayasurtenerife.com

 

 

 

 

Zen und Ökumene mit Pater Ama Samy in Indien

Es ist schon sehr besonders. Ein Jesuiten-Kloster, auf 1800 Metern im Süden Indiens, geleitet vom Jesuitenpater und Zen-Meister Ama Samy, einem Schüler von Pater Lassalle. In diesem Zentrum wird zusammen meditiert und ökumenische Gottesdienste gefeiert. Teilnehmer kommen aus der ganzen Welt. Ama Samy ist 79 Jahre alt und bereist im Sommer Europa. Seine Bücher wie „Zen und Erleuchtung“ sind auch auf Deutsch erschienen. Das Tages-Programm: Meditation, Kijin-Geh-Meditationen, Vorträge, persönliche Lebensberatung vom Meister, und eine Stunde Arbeit im Garten, Haushalt oder Küche. Die Landschaft ist spektakulär, und das Buddha-Feld ein Ort der Transformation. Unterkunft im Einzelzimmer und Vollpension – Biogemüse aus eigenem Garten – kosten nur 6 Euro pro Tag.

Verein, von Ama Samy 1994 gegründet, der einen Montessori-Kindergarten und –Schule für Waisenkinder unterhält. 

http://www.bodhizendo.org ,Kodaikanal, Info und Meditationsgruppe in Hamburg: 

helga-braun@bodhizendo.org.

 

 

 

Flattach am Mölltaler Gletscher: Sport aktiv und Wellness

Das idyllische Flattach liegt an der wilden Drau, ein Eldorado für Wildwasser-Fans.

Canyoning und River Rafting im Wildwasserpark – Sommervergnügen pur. Neoprenanzug an, und dann rein ins 12 Grad „warme“ Wasser – es ist Hochsommer! Mitten auf dem Fluss Mannschaftswechsel. Sprung von einer 5 Meter hohen Brücke, Adrenalin pur. Kletter- und
Tandem-Paragliding, schönes Freibad, Sommerski auf dem Mölltaler Gletscher, die wildromantische Ragga-Schlucht, und der majestätische Großglockner – 3700 Meter hoch - vor der Tür. Hochalpine Wandertouren lassen das Wandererherz höher schlagen. Fauna und F

 

 

 

Stubai – größtes Gletscherskigebiet Österreichs

Garantiert skisicher bis 5. Juni – wo findet man das in Österreich? Im Stubaital, „schönstes Tal der Alpen“, 20 Minuten von Innsbruck entfern, gut per Bahn oder Billigflieger zu erreichen. 35 Kilometer lang ist das Skigebiet, umgeben von 80 Gletschern! Di
Das Stubaier Tal gehört zu den drei familienfreundlichsten Winterzielen der Alpen – unter 1500 Orten. Tiroler Gastfreundschaft und Kulinarik vom Feinsten gibt es im Stubaierhof in Neustift. Der „Skiguide“ hat dem Hotel 5 Sterne verliehen, zahlen braucht m

 

 

Wassersport wie auf Hawaii

Windsurfen habe ich auf Hawaii gelernt. Vor 30 Jahren. Der Auffrischungskurs mit Tochter in der „Aloha Wassersport Lounge“ in Grömitz war genauso gechillt. „Get Wet!!!“, ist das Motto: oder: wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Für jedes Alter – „12 bis 99
In 1 Woche waren meine „Mädels“ mit Halse und Wende flott unterwegs und hatten den Grundschein in der Tasche. Und ich war, nach 3 Jahrzehnten Pause, am letzten Tag allein (!) bei Windstärke 6 (!) auf der Ostsee unterwegs. Dank dem tollen Lehrerteam, das u
irekt am Yachthafen, 7 Tage die Woche, und abends lässt man den Tag bei Traumblick und einem „Wellengang“ (Cocktail) ausklingen. http://www.wassersport-groemitz.de und Tel. 04562-2665015

Reiki erleben.  Eintauchen in einen Ozean wundervoller Energie. Erfahre den Zauber des Berührens und des Berührtwerdens.

Werde, wer Du wirklich bist!                                                      

 

 

 

 

 

 

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