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Reiseziele für Körper, Seele und
Geist - Tipps von Barbara Simonsohn
Stubai – größtes Gletscherskigebiet Österreichs
Suchen Sie nach einem
schneesicheren Ort für die Ostertage? Oder träumen Sie gar
davon, bis Juni skizufahren? Vielleicht ruft es Sie auch
schon im Oktober zu den „Brettern, die die Welt bedeuten“,
nämlich zu Skiern oder Snowboard? Einen besseren Platz dafür
als das Skigebiet Stubai-Gletscher, der „Spitze Tyrols“ mit
dem idyllischen Dorf Neustift wird es dafür kaum geben.
In der Hymne auf das Stubaital, dem
Stubailied, heißt es: „Die Saile und der Sonnenstein, die
sind des Tales Tor, im Hintergrund der Gletscher Reihn, sie
ragen kühn empor. Zuckerhut vom blanken Eis, Berge hoch und
steil und kahl, Habichtspitze blendend weiß, ihr umgrenzt
das Stubaital.“ Das Stubai-Tal wird auch „schönstes Tal der
Alpen“ genannt. Es liegt nur 20 Autominuten von der
Landeshauptstadt Innsbruck entfernt, gut per Bahn oder
Billigflieger zu erreichen oder über die Brennerautobahn. 35
Kilometer lang und umgeben von 80 Gletschern und mehr als
100 Dreitausendern präsentiert sich das Stubaital mit seinen
fünf idyllischen Orten Neustift, Fulpmes, Telfes, Mieders
und Schönberg. Wahrzeichen ist neben dem Habicht der 3507
Meter hohe Zuckerhütl. Schifahren auf 3000 Meter Höhe macht
das Osterglück perfekt. Die Schneegarantie bis zum 1.5.
heißt „Geld zurück“-Garantie, sollte die Abfahrt zur
Mittelstation nicht möglich sein. Die
Sonnenschilauf-Pauschale wird vom 9.Mai bis 5.Juni angeboten
und bietet besonders günstige Pauschalpreise. Die
Gipfelplattform „Top of Tyrol“ auf 3210 Meter sorgt für
einzigartige Bergsicht und gibt den Blick frei auf 109
Dreitausender in den Stubaier Alpen. Das Viscope-Fernrohr
blendet dem Gast die Gipfelnamen ein.
Wissenschaftler
haben festgestellt, dass sportiver Urlaub im Schnee viel
gesünder ist als Sommerurlaub am Strand. Er stärkt Herz und
Kreislauf, bildet Muskeln und hebt die Stimmung. Im
weitläufigen Skigebiet trainieren regelmäßig das deutsche
und schwedische Nationalteam. Die „Kronenzeitung“ titelt:
„Skifahren ist gut für´s Herz und macht glücklich.“Professor
Dr. Erich Müller von der Universität Salzburg: „Der Sport
auf zwei Bretteln ist fördert nicht nur die Muskulatur und
damit die Kraft, sondern ist auch
super fürs
Herz-Kreislauf-System und beugt damit vielen
Zivilisationskrankheiten vor.“ Der Skitag gleicht einem
Intervalltraining, das Fett verbrennt und gut fürs Herz ist.
Traumhafte Pisten, elegante Schwünge und das unfassbar
schöne Panorama des Stubaier Gletscher als Trainingsgerät
tauscht man gern gegen ein Fitnessstudio ein. Skifahren
hilft auch
gegen Depressionen, den
berüchtigten Winterblues. Professor Müller: „Nach einem
Skitag ist der negative Gemütszustand weg, Gereiztheit und
Niedergeschlagenheit sind verschwunden. Auch das hat unsere
Studie mit 500 Versuchspersonen eindeutig bewiesen.“
Außerdem: Skifahren ist auch für ältere gut, nicht nur als
Herz-Kreislauf-Training, sondern indem es
nachgewiesenermaßen Osteoporose vorbeugt und therapiert.
Im Stubaital,
auch auf dem Gletscher, finden auch Anfänger jede Menge
blaue Pisten, und die Skilehrer des Stubaitals sind berühmt
für ihr Fingerspitzengefühl und ihre Kunst, als
„Skiflüsterer“ auch scheinbar hoffnungsvolle Fälle immer
wieder von Neuem zu motivieren, so dass sich Spaß und
Ernsthaftigkeit die Waage halten. Die Skilehrer sind nicht
nur Trainer, sondern auch Psychologen. Ein „heißer Tipp“:
Simon von der Neustifter Skischule Olympia! Immer
freundlich, dabei bestimmt, lässt er uns zu Top-Form
auflaufen. Rote Pisten und Huckel verlieren so ihren
Schrecken, und Skifahren wird immer eleganter und damit
müheloser. Als meine Sonnenbrille innen vereist, leiht er
mir seine eigene! Meine Tochter schwärmt von ihrem
Snowboardlehrer Christoph, der in derselben Schule arbeitet.
„Solche netten Lehrer wünsche ich mir für die Schule!“

Was gibt es
Schöneres, als nach einer genussvollen Skiabfahrt inmitten
der überwältigenden Stubaier Bergwelt im Liegestuhl zu
liegen, sich von der Sonne bräunen zu lassen, ein Skiwasser
zu trinken und dabei die Seele baumeln zu lassen? Das ist
purer Genuss und Erholung für Körper, Geist
und Seele. Vier verschiedene
Skigebiete stehen im Stubaital zur Auswahl, mit insgesamt
mehr als 150 Kilometern Pistenvergnügen. Das Pistenangebot
lässt keine Wünsche offen. Mit dem Stubaier Super-Skipass
können alle Liftanlagen des Tals genutzt werden, der
Eintritt ins Hallenbad Neustift ist eingeschlossen, und
Kinder unter zehn Jahren fahren in Begleitung eines
Elternteils bei allen Bergbahnen im Stubaital frei. Neben
Skipisten erwarten den Gast herrliche Höhenloipen,
romantische Winterwanderwege und rasante Rodelstrecken.
Beim Restaurant Gamsgarten befindet sich
der Big Family Kinderarten, in dem Kinder ab drei Jahren
bestens betreut werden, für 18 Euro pro halbem oder 26 Euro
für den ganzen Tag. Eine Reservierung ist nicht nötig. Kein
Wunder, dass die Stubaier Gletscherbahn vom ADAC Guide
bereits zum zweiten Mal zum „Top Skigebiet 2010 Familien“
gekürt wurde und damit zu den drei Kinder- und
Familienfreundlichsten Winterzielen der Alpen. Kriterien
waren die Kinderbetreuung, der Preis des Skipasses und die
Anzahl leichter, breiter Pisten. Immerhin 1500
Wintersportorte wurden getestet. Das Stubaier
Gletschergebiet ist bis Juni absolut schneesicher auf
feinsten Firnschneepisten. Die Gletscherbahn bringt die
Gäste auf fünf weitläufige Gletscher, so dass überall
entspanntes Fahren garantiert ist.

Direkt in
Neustift befindet sich das Alpen-Paragliding-Center Stubai.
Dort kann jeder ohne Voraussetzung winters wie sommers für
knapp 100 Euro einen Tandemflug buchen und dabei mehr als
1000 Höhenkilometer überwinden. Dieses Erlebnis ist
phantastisch. Der Start erfolgt mit wenigen Laufschritten.
Man gleitet lautlos mit dem sicheren Gefühl eines erfahrenen
Piloten im Rücken vom Berg ins Tal. Der Blick aus der
Vogelperspektive über die Stubaier Bergwelt und das Tal mit
seinen Dörfern, Feldern und Wäldern ist phantastisch. Ich
durfte sogar steuern und Kreise drehen. Wem dies Lust auf
mehr macht, kann natürlich auch einen Kurs buchen oder gar
einen Paragliding-Urlaub in Neustift verbringen. Hier findet
regelmäßig der Paragliding-Weltcup statt wegen der
hervorragenden Bedingungen wie Thermik und Wetter.
Der Stubaier Hof, eine Klasse für sich

Der Stubaierhof
in Neustift steht unter dem Motto „Berge erleben,
wohlfühlen, genießen.“ Diesem Motto wird das
Vier-Sterne-Hotel im idyllischen Neustift mehr als gerecht.
Die Atmosphäre: gemütlich, gediegen und stilsicher
tyrolerisch, ohne altbacken zu wirken. Hier begegnet man der
sprichwörtlichen Tyroler Gastfreundschaft. Die immer
freundliche Bedienung, fast alle sind Familienmitglieder,
erfüllt jeden Wunsch. Im Gästebuch fordern viele Stammkunden
5 Sterne! Immerhin:
Das Magazin „Skiguide“ hat dem
Stubaierhof die Höchstzahl von 5 Sternen verliehen.
Kulinarische Köstlichkeiten aus heimischer Küche
und Spezialitäten aus den
verschiedensten Ecken der Welt verwöhnen auch den
anspruchsvollen Gaumen. Die Kräuter kommen frisch aus dem
„Bergkräutergartl“.
Hallenbad mit
Blick auf die Stubaier Alpen
mit Massagedüsen und Gegenstromanlage und die Saunawelt mit
vier Saunen für jeden Geschmack laden zur Entspannung ein.
Im Ruheraum am offenen Feuer auf Wellness- oder
Bergheuliegen lässt man den Tag ausklingen. Ein bezaubernder
Spruch von Bischof Dr. Reinhold Stecher lädt zum Meditieren
ein: „Die Berge schweigen über einer lauten Welt. Die Berge
ruhen – über einer hastenden Welt. Die Berge fordern – in
einer verweichlichten Welt. Die Berge wärmen – in einer
erkalteten Welt. Die Berge strahlen – in einer dunklen
Welt.“ Ein umfangreiches Massage- und Kosmetikprogramm lässt
keine Wünsche offen, von Thailändischer Tempelmassage bis
Meersalzpeeling ist alles dabei. Der Stubaier Hof ist auch
kinderfreundlich: mit Babysitter-Service und
Kinderspiel-Paradies mit Kletterwand.
Ein Aktivprogramm
– Fackelwanderungen, Rodelabende und Schneeschuhwanderungen
sowie gesellige Schinachmittage - ist inklusive. Auf den
zauberhaften Haflingerpferden gegenüber vom Hotel können die
Kinder der Gäste im Sommer kostenlos reiten. Kutschfahrten
und Tandem-Paragleit-Flüge organisiert der Stubaier Hof
gern. Im vielleicht schönsten Tal Österreichs, im Königreich
des Schnees, im sicher schönsten Stubaier Dorf mit alter
Barockkirche, dem „Stubaier Dom“,
in
diesem gediegenen Hotel mit familiärer Atmosphäre: wo lässt
es sich schöner Winterurlaub machen, und das fast das ganze
Jahr lang?
Hotel Stubaierhof, 4 Sterne, Neustift
im Stubaier Tal, Tel. 0043-5226-2450,
hotel@stubaierhof.eu,
www.stubaierhof.eu
Eine hervorragende Schischule:
„Neustift Olympia“, Albin Knoflach, Tel. 0043-676 3305112,
info@skischule-neustift.com,
www.skischule-neustift.com (z.B. Skilehrer Simon,
Snowboardlehrer Christoph)
Skiverleih mit hervorragendem Material
(Ski, Skistiefel, Snowboardequipment usw.) direkt im Ort:
„Sport Danler“, Tel. 0043-5226-2203,
sportdanler@aon.at,
www.sportdanler.at
Alpen-Paragliding-Center Stubai,
Tandemflüge, Kurse, Paragliding-Urlaub unter
flugschule@apc-stubai.at,
www.alpen-paragliding-center-stubai.at,
Tel. 0043-5226 3344 . Auf der Website Film des ORF=
österreichischen Fernsehens über die Flugschule.
Urlaub unter Freunden – Reisen zu Dir selbst
Wer hat Lust, im
Urlaub nur am Strand zu liegen? Oder von einer
Sehenswürdigkeit zur anderen zu traben, womöglich noch in
einem Pulk von lauter Fremden? Eben. Dass es auch anders
geht, zeigt Barbara Simonsohn an vielen Beispielen. Der
Vorteil: sie ist selbst dort gewesen. Bei der eingestellten
„Esotera“ schuf sie ein neues Genre: spirituelle
Reisereportagen. Die Highlights sind auf ihrer Internetseite
www.Barbara-Simonsohn.de
nachzulesen. Eine bewusste Entscheidung ist wichtig. Denn:
Urlaub sollte die schönste Zeit des Jahres sein. Das heißt
für Menschen auf dem spirituellen Weg: Sie wollen
Gleichgesinnte treffen, Freunde gewinnen, Talente in sich
entdecken und ausleben, etwas für die Gesundheit tun, in der
Energie von Kraftorten schwelgen, Abenteuer erleben und
spirituell vorankommen. Ob Ski, Berge, Meer, Nah- und
Fernziele oder Urlaub mit Kindern: bei ihren Insider-Tipps
ist für jeden etwas dabei.

Gutshaus Stellshagen – zu jeder Jahreszeit ein Genuss
Nur 2 ½ Stunden von Hamburg, Nahe dem
Ostsee-Bad Boltenhagen, liegt das preisgekrönte Bio-Hotel.
Die Küche hat Gourmet-Standard mit Obst, Kräutern und Gemüse
aus eigenem Anbau. Das abendliche Buffet ist so
überwältigend, dass Neulinge sich grundsätzlich zu viel
aufladen und abends zu nichts mehr zu gebrauchen sind. Ein
Hofladen, ein Café, der Kräutergarten mit tibetischen
Pflanzen, ein Therapie- und Seminarzentrum sowie eine
einmalig schöne Saunalandschaft mit Blick über die hügeligen
Felder lassen den Urlaub unvergesslich werden.
Das tägliche Programm umfasst
Chi Gong, Meditation, Kräuterwanderungen und
Phantasiereisen. Wer einmal hier war, kommt meist wieder.
Für viele Hamburger ist das Gutshaus Stellshagen schon zur
zweiten Heimat geworden, wo man mehrmals im Jahr Freunde
trifft und sich verwöhnen lässt. Alle im Service sind nett
und engagiert. Beispiel: die traumhafte Wolle, die ich im
Hofladen erstanden hatte, reichte nicht. Ein Anruf zwei
Wochen nach dem Urlaub, und mir wurde ein Knäuel nach Hause
geschickt. Natürlich wusste die Ladenbesitzerin noch, welche
Sorte ich gekauft hatte! Ein Tipp: der Schmetterlingsgarten
in Klütz, ein Spaziergang oder eine kleine Radtour entfernt.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Barockschloß Bothmer in
Klütz oder die Steilküste in Boltenhagen. Es gibt allerdings
Gäste, die sich noch nicht mal ein Fahrrad mieten, sondern
ihren gesamten Urlaub auf dem weitläufigen Gutshof-Gelände
verbringen: „schöner ist es nirgends“. Eine Yogalehrerin aus
Köln brachte es auf den Punkt: „Dieser Ort hat eine Aura.“
Hotel Gutshaus
Stellshagen, Lindenstr. 1, 23948 Stellshagen, Tel.
038825-440, Fax -44 333,
info@gutshaus-stellshagen.de,
www.gutshaus-stellshagen.de
Kühtai – höchstes und schneesicherstes Skidorf Österreichs

Winterurlaub verpasst dieses Jahr?
Macht nichts. In Kühtai liegt auf 2020 Metern Höhe bis Ende
Mai reichlich Schnee! Dieses idyllische Bergdorf ist nur
eine halbe Bus- oder Autostunde von Innsbruck entfernt. Von
Hamburg nach Innsbruck verkehren Billig-Flieger. Wer Glück
hat, ist also in nur drei Stunden von Haus zu Haus
unterwegs. 1892 hat Willy Rickmers, Hamburger Reeder, Kühtai
als Skiort entdeckt. Das Dorf hat seither nichts von seinem
Charme, seiner Stille, seiner reinen Luft und majestätischen
Bergwelt eingebüßt. Es gibt sogar einen richtigen Grafen in
einem richtigen Schloss, das alte Jagdschloss von Kaiser
Maximilian, wo man 5-Sterne-Urlaub machen kann. Wer „nur“ 4
Sterne braucht, ist im „Kühtaier Schlössl“ sehr gut bedient.
Alle Suiten und Zimmer sind mit wohlduftendem Zirbelholz
ausgestattet, was nachweislich die Tiefschlafphase
verlängert und die Herzfunktion harmonisiert. Eine
Wellness-Etage auf 500 Quadrametern mit grandiosem Bergblick
ist im meditativen Zen-Stil gehalten. Das Essen hat
Extra-Klasse. In Kühtai kommen Skifahrer, Snowboardfahrer,
Schlittschuhläufer, Schneeschuhwanderer und Skiwanderer voll
auf ihre Kosten. Die Skilehrer sind freundlich und kommen
aus der ganzen Welt. Wer Remmidemmi sucht, ist hier jedoch
fehl am Platze, es gibt nur eine kleine Disco im Dorf und
eine Art Mini-Hofbräuhaus, wo auch Kinder willkommen sind.
Tourismusbüro
Kühtai:
www.schneegarantie.at
.
„Kühtaier
Schlössl“, Familie Klocker,
www.kuehtai.at , Tel.
0043-52395204
Yoga-Wellness-Urlaub in Andalusien

Wer sich gern all-inklusiv vegetarisch
verwöhnen lassen möchte, sich Sonnen und Yoga machen will,
ist hier an der richtigen Adresse. Nur zwanzig Minuten vom
Flughafen Malaga entfernt, mit Billig-Fliegern mit jeder
deutschen Großstadt verbunden, strahlt dieser Ort Ruhe und
Kraft aus. Inmitten einer subtropischen Landschaft mit
Feigen, Mangos, Wein und Hibiskus finden Besucher einen
Salzwasser-Pool, eine Sauna, einen indischen Garten mit
Tempel und Teich, drei lichtdurchflutete Seminarhallen, ein
Riesen-Trampolin und einen von Künstlern angelegten „Garten
der Sinne“. Den ganzen Tag stehen außer den drei Mahlzeiten
Getränke, einschließlich Bier und Wein, und Essen zur
Verfügung. Zum Strand sind es nur 25 Geh-Minuten. Von März
bis Oktober finden täglich mindestens vier Yoga-Sessions
unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen statt, Meditationen,
Mantrensingen, Theater- und Trommel-Workshops und Ausflüge
in die wunderschöne Umgebung einschließlich
Vollmond-Wanderung auf 1000 Meter Höhe und schnorcheln in
einer paradiesischen Bucht. Eine Pfauen-Familie streift frei
durchs riesige Gelände. Hängematten zwischen hohen Bäumen
laden zur Entspannung ein. Immer im Februar bildet der
Schweizer Remo Rittiner hier Yogalehrer aus, sein Buch
„Yoga-Therapie“ ist ein Bestseller. Ich habe hier Feuer für
Yoga gefangen. Wem Müßiggang auf die Dauer zu langweilig
ist, kann als „Yogi“ oder „Yogini“ in Küche oder Garten
helfen. Auch meine Kinder im Teenager-Alter fanden es toll
auf der Casa. Der ideale Platz für Alleinreisende, die
schnell Anschluss haben möchten und sich zwischendurch ein
oder zwei Wochen aus ihrem Alltag ausklinken wollen.
„Casa el
Morisco“, ES-29790 Benajarafe/Malaga, Tel. 0034-952513314,
www.morisco.de
.
Kostenloser Transfer-Service.
Geheimtipp: Biohotel Spöktal, Lüneburger Heide

„Was frag´ich nach den Menschen, und
nach der lauten Stadt, wenn mich die Heidelandschaft, die
tiefe Stille hat“, heißt es beim Heidedichter Herrmann Löns.
Warum in die Ferne schweifen…. Dieses Hotel liegt nur einen
Sprung von Hamburg entfernt, in Bispingen. Der alte
Familienbetrieb in traumhafter Natur – 20 Hektar eigenes
Gelände – verzaubert die Sinne. Ein kristallklarer Bach
plätschert durchs Tal.
Der farbenfrohe Staudengarten
zieht Wolken von Schmetterlingen an, auf den Wegen findet
man die seltene Ringelnatter oder kann Eisvögel, Füchse und
Steinmarder beobachten, und das Essen hat Gourmet-Qualität
und ist aus bio-dynamischem Anbau. Der Hausherr, Christopher
Marold, ist ein wandelndes Lexikon, was Pflanzen und Tiere
betrifft. Das erlebt man auf den Wanderungen, die er
mehrmals die Woche anbietet. Der Hausherr spielt konzertreif
Cello und beglückt seine Gäste mit Hauskonzerten. Klassische
Musik auch durch Interpreten von auswärts hat einen festen
Platz im Naturhotel Spöktal, wie auch Singen am Kamin,
Morgen-Gymnastik, Gesundheitswochen mit Qigong, eine Woche
der Vogelstimmen, Bildhauern und Koch-Kurse. Es gibt einen
Abenteuer-Spielplatz mitten im Wald. Die Privat-Sauna
entstand aus einem alten Whisky-Fass! Ein Badesee mit
kristallklarem Wasser und hellem Sandstrand befindet sich im
Dorf. Ein Spross der Großfamilie ist Qi-Gong-Lehrer und
Heilpraktiker mit Praxis im Haus. Einmal war ich auf Wunsch
meiner Tochter mit meinen Kindern im nahen „Snowdome“ in
Bispingen. Wir waren alle froh, aus dieser Kunst-Welt wieder
in die Idylle dieses Ortes, an dem die Zeit still zu stehen
scheint. eintauchen zu können.
Biohotel Spöktal,
Bispingen-Steinbeck, Tel. 05194-2320,
www.spoektal.de
.Übernachtung inkl. Frühstücksbuffet ab 41 Euro. Auch
Ferienwohnungen.
Club Ouranos für Kreative und Naturliebhaber

„Club Ouranos“ auf Korfu ist der erste
Club, der von „T.I.T.- Trans Inside Travel“ ins Programm
genommen wurde. Das Motto lautet: „Die Reise zu Dir selbst –
meditativ, kreativ, inspirativ.“ Die Insel ist „Griechenland
at ist best“, oder, wie Nikos Kazantzakis schreibt:
„Nirgendwo sonst haben sich diese beiden Teile des
vollkommenen Ganzen, Mars und Venus, so vollkommen vereint
wie im strengen und lächelnd-freundlichen Griechenland, wo
die Landschaft hier herb, ernst und stolz, dort weiblich und
voller Zärtlichkeit, heiter und anmutig ist.“ Umgeben ist
der Club von grünen Olivenhainen und malerischen Buchten.
Fast überall genießt man traumhaften Meerblick. Das
umfangreiche Clubprogramm bietet für jeden etwas: Schon
morgens gibt es Meditation und Singen, ein Kreativdorf lädt
unter fachkundiger Leitung zum Malen, Bildhauern oder
Töpfern ein, und in der romantischen
Mondscheinbar kann man abends
den Tag ausklingen lassen mit einem leckeren Cocktail. Zwei
Mal die Woche ist Disko. Das tägliche Programm ist frei, die
mehrstündigen Workshops über drei Tage zu Themen wie „Auf
dem Weg zur Selbstliebe“ oder „Spirituelles Singen“ – u.a.
mit Regine Steffens - sowie die Ausflüge per Boot auf die
Nachbarinsel und Wanderungen sind gebührenpflichtig. Es
finden auch Wochen-Workshops statt wie „Yoga und Wandern“,
„Quantenheilung“, „Hormon-Yoga“ oder „Alta Major“ mit
renommierten Lehrern.
Täglich wird ein wechselndes
Programm mit Yoga, Tanz, Tai Chi, Phantasiereisen,
Meditation,
und Körperübungen angeboten.
Man kann aber auch einfach in der Hängematte im Olivenhain
entspannen oder in Gesprächen und gemeinsamem Schweigen
seine Seelenverwandtschaft mit anderen feiern.
Der Club ist vom 30.April bis zum
22.Oktober geöffnet. Das Essen – Halbpension – ist
vegetarisch und lecker. Leider fehlt ein Pool. Das Meer ist
allerdings nur zwanzig Gehminuten entfernt. Ganz in der Nähe
finden Naturliebhaber einen FKK-Strand und dort Kontakt mit
Gleichgesinnten. Die Höhepunkte meiner Reise: meditatives
Tai-Chi auf dem Dach eines Restaurants hoch über dem Meer,
die spektakulären Sonnen-Untergänge beim Abendessen, und das
Joggen am Meer am endlosen Sandstrand. Es herrscht ein
guter, liebevoller Geist, und die meisten bleiben zwei
Wochen oder länger. Kinder und Teenies lieben gleichaltrige
Gesellschaft. Dafür sollte man sich besser mit befreundeten
Familien verabreden: Kinder und Jugendliche waren in den
zwei Wochen, die ich mit meiner Tochter 2010 im Club war,
kaum vertreten. „Ouranos“ heißt „Himmel“. Ein Eintrag aus
dem Gästebuch: „Mir ist, als müsste jeden Moment auf meiner
Stirn eine Blume blühn.“ Oder eine Conni aus Hamburg:
„Abschied nehmen und … wissen, dieser Ort gehört zu meinem
weiteren Leben!“ Es ist dies tatsächlich ein Platz, an dem
ich mich dem Himmel oft sehr nah gefühlt habe.
“Club Ouranos“
über T.-I.T.-Trans Inside Travel, Tel. 08071-2781,
info@tit-travel.de ,
www.tit-travel.de .
Umfangreicher Katalog wird zugeschickt
Serfaus – glückliche Kinder, entspannte Eltern

Österreich ist bekannt für seine
Kinderfreundlichkeit. Es gibt in ganz Tirol keinen Ort, der
sich so auf Kinder und ihre Bedürfnisse ausgerichtet hat wie
Serfaus in der Nähe von Landeck. Wenn die Kinder glücklich
sind, sind es die Eltern auch! Nirgendwo sonst ist die
Dichte an Kinderhotels so groß wie hier. Wir – meine
15jährige Tochter, ihre gleichaltrige Freundin und ich –
haben uns in „St.Zemo“ einquartiert. Zuerst denken wir, wir
sind etwas deplaziert. Aber dieser Eindruck täuscht. Weil
das Kinderprogramm – von 7 bis 22 Uhr, nach Altersgruppen
getrennt, betreut von ausgebildeten Kindergärtnerinnen – so
umfangreich ist, kommen die Eltern ohne schlechtes Gewissen
auf die Piste oder können sich
in der „Alpinen Natursalz-Grotte“ mit 20 Tonnen (!)
Himalayasalz, in der Saunalandschaft mit Schwimmbad oder im
„Floatarium“ entspannen. Überall Kinder, aber selten
Geschrei oder Gezank, stattdessen viel Lachen. Das Hotel
birgt sogar einen Streichelzoo mit einem zahmen Murmeltier,
Eseln, Schildkröten und Ponys. Ein Spiele-Raum für die
älteren erfüllt jeden Anspruch, und spannende
Outdoor-Aktivitäten für Kinder und Jugendliche sind sommers
wie winters selbstverständlich. Skifahren lernen die Kleinen
ab drei Jahren.
St. Zemo hat viel zu bieten. Das
schwerelose Erlebnis im Kristallsalz-Floatarium in der
Pyramide schenkt eine einmalige Tiefenentspannung. Floaten
bringt den Flow! Alle Zimmer sind entstört, es gibt
Grander-Wasser, Salzkristall-Lampen, Infrarot-Sauna, eine
Heugrotte, ein Kneipp-Rondell, Farb-Klang-Liegen,
Schwebe-Liegen,
Energie-Bilder der
Eigentümerin, die Reikilehrerin ist, selbst das
Schwimmwasser ist mit Heilinformationen aufgeladen.
Massagen, Ayurveda, Wirbelsäulen-Therapie, Energie-Essenzen,
Hot Stone, Aroma-Therapie und Algenkosmetik runden das
ganzheitlich orientierte Programm ab.
Natürlich
ist das Essen hervorragend, wir nehmen meist das Vital-Menü,
die Mädels unter Kichern zum Nachtisch manchmal
Hipp-Gläschen. Neuerdings gibt es Kurse „Family Balance“,
Quantenmedizin zur Harmonisierung von Familienstrukturen.
Kein Wunder, dass St. Zemo als „Gesundheitshotel“
ausgezeichnet wurde und die Zeitschrift „Eltern“ es mit
„sehr gut“ bewertete. Für Schneebegeisterte stehen 180
Pistenkilometer zur Verfügung, die Kinderschneealm hat 80
000 qm, und man kann direkt vom Hotel mit Schiern und
Schlitten abfahren. Im Sommer sind die Seilbahnen im
Hotelpreis eingeschlossen, und es gibt ein umfangreiches
Outdoor-Aktivitäten-Programm für Jung und Alt. Die Mädels
haben snowboarden gelernt, Wintersport ist bis Ostern
möglich. Im Sommer kommen wir wieder.
Family & Spa
Kinderhotel St. Zeno, Serfaus i. Tirol, Tel. 0043-54766328,
st.zeno@kinderhotel.com,
www.kinderhotel.com
.
Hotel Gutshaus Stellshagen – ein Traum zu jeder Jahreszeit

Wer träumt nicht davon? Eine Oase der Ruhe, mit unberührter
Natur, aber nicht zu weit weg, wo man einmal richtig vom
Alltag abschalten kann, wo man mit gesunder vegetarischer
Kost verwöhnt wird, die Räume nach Feng-Shui-Gesichtspunkten
ausgestattet sind, und man nette Gleichgesinnte trifft. Ein
Traum? Gott sei Dank nicht. Im Bio- und Gesundheitshotel
„Gutshaus Stellshagen“ findet der Ruhebedürftige all dies
und noch viel mehr zur Regeneration von Körper, Seele und
Geist.
Nur 1 ½ Autostunden von Hamburg, und 2
½ von Berlin, aber auch gut mit der Bahn zu erreichen, liegt
das fürstliche Anwesen mit Blick auf den See nur 10 Minuten
von der Ostsse entfernt zwischen Lübeck und Wismar in
Mecklenburg-Vorpommern in absoluter Abgeschiedenheit und
Ruhe. Im herrschaftlichen Ambiente lebt es sich wie in alten
Zeiten, und der Gast wird verwöhnt von vielen guten
Geistern. Vegetarische Delikatessen zum Teil aus eigener
Landwirtschaft, Bio-Weine, Frischsäfte, Bio-Eis und frisch
gepresster Weizengrassaft – wo sonst gibt es den in
Deutschland? – verwöhnen den Gaumen und beweisen, dass
„gesund essen“ alles andere als Askese sein muss. Viele
Gäste und Tagesgäste kommen vor allem wegen des köstlichen
Essens mit großem Salat- und Müsli-Buffet mit verschiedenen
Frischkornbreis und Bircher-Brenner-Müsli.
Die Geschichte von Stellshagen – ein Märchen, das wahr wurde
Getrud Cordes erzählt ihre
Familiengeschichte. Die Vertreibung ihrer Familie aus
Stellshagen durch die Russen hing als Mythos über ihrer
Familie. Eigentlich suchte sie nur Räumlichkeiten für eine
Heilpraktiker-Praxis auf dem Lande. Und dann, „zufällig“,
erfuhr sie 1994, dass die Treuhand ihr Elternhaus zum
Verkauf anbot. Erst wollte sie nicht. Aber als sie dann
endlich hinfuhr, war sie wie verzaubert. Wie heute ihre
Gäste. „Es war, als wenn man eine Schatztruhe öffnet.“ Sie
konnte nicht anders, und kaufte das Anwesen zurück. Sie hat
Stellshagen zu einem Ort gemacht, an dem sie Menschen
trifft, „die das Leben so sehen wie ich.“ Ihr Kräutergarten
mit chinesischen und westlichen Heilkräutern ist ein
Augenschmaus und Dufterlebnis, ein Ruhepunkt für die Erde.
So wie Stellshagen für die Menschen, die hierher kommen und
einen Ruhepunkt in ihrem Leben finden.
Die
Gebäude wurden
nach baubiologischen Gesichtspunkten renoviert. Es gibt eine
Elektrofreischaltung für alle Schlagräume, ein Teil des
Stroms wird in einem Blockheizkraftwerk erzeugt, Solarwärme
wird genutzt, und die Räume sind hell und freundlich aus
baubiologischen Materialien. Fast alle haben Dusche oder Bad
und WC, Balkon, einen störfeldfreien Schlafbereich durch
Netzfreischaltung, sind mit Vollholzmöbeln ausgestattet, es
gibt auf Wunsch Kopfkissen aus Dinkelspreu, und wer möchte,
kann ein Zimmer mit atmungsaktivem Lehmputz beziehen. Das
Auge kann entspannen und trifft nur auf Schönes,
Harmonisches, Angenehmes. Gereinigtes und energetisiertes
Trinkwasser und eine Teeküche auf jedem Stock runden den
Gäste-Komfort ab.

Was macht das Gutshaus Stellshagen zu
einem Gesundheitshotel?
Erst einmal natürlich die Ruhe und die Atmosphäre des Ortes.
„Hier kann ich richtig abschalten und zur Ruhe kommen“, höre
ich von vielen Gästen. Hinzu kommt das köstliche, aber
trotzdem gesunde Essen vorwiegend aus Bio-Anbau. Das
Gutshaus Stellshagen ist Mitglied im Bioland-Verband und
bewirtschaftet 6,5 Hektar einschließlich großer
Gewächshäuser.
Eine wunderschöne Sauna mit Kamin lädt zu
jeder Tageszeit zum Entspannen ein. Täglich werden
Naturwanderungen, Yoga, Tanzkreise, Meditationen, Vorträge
oder Konzerte angeboten. Im neuen Tagungshaus finden
Seminare über Rhetorik, Meditation und esoterische Themen
statt. Dazu kommt die Möglichkeit, bei den Heilpraktikern
vor Ort eine Massage, Shiatsu-Behandlung, Sitzung in
Craniosakraler Therapie, Chinesische Kräuterheilkunde, NLP,
Aura Soma und vieles mehr zu buchen. Es gibt einen
hoteleigenen Laden mit Gesundheits-Literatur, hübschen
Feng-Shui-Artikeln, Naturkosmetik und gesunder Kleidung.
Gelegenheiten für Golf, Segeln, Surfen, Schwimmen, Tennis
und Reiten sind ganz in der Nähe. Wer will, kann aber auch
nur in den zahlreichen gemütlichen Teak-Liegestühlen
entspannen. Der Hotelbus holt Gäste auf Wunsch von der Bahn
ab und fährt sie im Sommer zum Strand. Zahlreiche Wander-
und Radwege laden zu Ausflügen in die unberührte Natur ein.
Hotel Gutshaus Stellshagen – ein Besuch lohn sich zu jeder
Jahreszeit!
Im Frühling bezaubert die Apfelblüte im
alten Obstgarten die Besucher. Wildkräuter blühen, die
Wiesen sind bunt, und der Gast kommt fernab der Hektik der
Großstadt schnell zur Ruhe. Im Sommer dann: Sommer, Sonne
und Strand wie zu Omas Zeiten. Das verträumte Ostseebad
Boltenhagen bietet Bootsfahrten zur Insel Poel, und hier
findet man noch einsame Strände auch in der Hauptsaison. Im
Spätsommer dann eine Farbenpracht: Stoppelfelder,
Brombeeren, buntes Laub. Im Herbst gibt es frisch gebrühten
Tee und Kaffee und köstlichen selbstgebackenen Kuchen im
Wintergarten-Café. Das unvergleichliche Licht des Nordens
lässt auch im Winter die Farben leuchten und lädt ein zu
stillen Spaziergängen auf hohen Steilküsten über dem Meer,
zu Hünengräbern und Steinzeitsiedlungen. Im Winter
verwandelt sich der romantische Klützer Winkel in ein weißes
Märchenland. Schlittschuhlaufen auf dem Gutsteich, Rodeln
für die Kinder und am Abend Kaminfeuer, Kerzenschein und
schöne Gespräche. Manche lieben einen Saunagang vor dem
Schlafengehen.
Das Gutshaus Stellshagen ist bekannt
für seine Jahres-Feste, ob nun Ostern, Pfingsten,
Weihnachten oder Neujahr. Mit Meditationen und Ritualen in
einmaliger Atmosphäre werden diese Ereignisse zu wirklichen
Höhepunkten des Jahres.
Ein Sommer-Tag in Stellshagen
Frühmorgens, ich mache mich auf zum
Joggen. Ein dicker Kater sitzt vor dem Gutshof-Laden. Er
lässt sich ausgiebig streicheln und schnurrt dabei wie ein
Weltmeister. Dicke Hummeln summen im duftenden Lavendel.
Gleich hinter dem Haupthaus beginnt ein
romantischer Jogging- und Wanderweg nach Klutz.
Sonnenblumenfelder mit Mohn und Kamille am Rand machen
fröhlich. Bis zum Horizont schweift der Blick über hügelige
Weizen- und Haferfelder. Mitten in einem der goldgelben
Haferfelder steht eine Ruine mit Zinnen. Plötzlich – ein
Hase sitzt auf dem Weg, wittert. Schnell springt er in das
nahe Kürbisfeld. Zwei Rehe äsen an einem Knick und springen
mit weiten Sätzen davon, als sie mich sehen. Pferde lassen
sich beim Weiden nicht stören. Hell- und dunkelblaue
Glockenblumen blühen im Wald. Kleine gelbe Magheriten sind
übersät mit gelb-schwarz-geringelten Raupen, dich ich noch
nie gesehen habe. Eine Weinbergschnecke erklimmt einen Baum.
Um jede Kurve ein neuer Ausblick. Die Landschaft mit ihren
sanften Hügeln erinnert mich an die Schleswig-Holsteinische
Schweiz.
Zwischendurch: ein bisschen Ruhe tanken
an der Rezeption. Ein Brunnen plätschert im Eingang und
verströmt kleine Nebelschwaden. Ein Teller mit
Vollkorngebäck und grüner Tee verkürzen die Wartezeit für
neu Ankommende. Ich treffe einen alten Bekannten. Wir beide
wie aus einem Munde: „Was machst Du denn hier?“
Die Zimmer: helles Holz und weiße Wände,
das Bad mit Marmor. Zum Frühstück gibt es zwei
Melonensorten, Kiwi, einen Obstkorb, Obstsalat, englisches
Porridge, Salate, ein Müsli-Büffet mit verschiedenen
leckeren Quarkspeisen, Frischkornmüsli, eine Käseplatte,
Rührei und gekochte Eier, frische Brötchen, Vollkornbrot,
eine Bio-Säfte-Bar, viele Teesorten, einfach alles, was das
Herz begehrt.
Was sagen die Gäste?
Mir ist es etwas peinlich, Gäste nach
ihren Erfahrungen zu fragen. Schließlich sind die meisten
hier, um ihre Ruhe zu haben. Aber ich bin positiv
überrascht: alle antworten freundlich, und viele machten
keinen Hehl aus ihrer Begeisterung für den Ort. Fast alle
waren schon öfters hier. Ein gutes Zeichen, denke ich.
Die erste Frau, 40 Jahre, hat ein
„Verwöhn-Wochenende“ von ihrem Mann geschenkt bekommen mit
Vollpension, zwei Behandlungen nach Wahl, einem
Begrüßungsgetränk und einer Entspannungs-CD, alles für knapp
200 Euro von Freitag bis Sonntag. „Das Essen ist hier
absolut gesund. Außerdem habe ich hier ein Gefühl von zu
Hause sein. Einfach Hinsetzen und nichts tun. Himmlisch!“
Was macht sie, wenn es mal regnet? „Viel essen. Sich aufs
Bett legen und CDs anhören. Oder in die Sauna gehen.“ Gibt
es etwas, das sie stört? Ihr fällt nichts ein.
Als nächste frage ich ein älteres
Ehepaar mit Hund, das gerade aus dem Hotel-Laden kommt. Sie
kommen aus Neumünster hierher. „Ein oder zwei Mal im Jahr
sind wir hier für eine Woche. Was hier so schön ist? Das
Essen, die schöne Anwendungen wie die Entspannungs-Massagen,
und die Sauna.“ Ob ihnen die Anwendungen auch gesundheitlich
weiter geholfen haben? „Ja“, sagt die Frau, „Durch die
Cranio-Sacrale Therapie habe ich meine Kopfschmerzen
verloren. In Hamburg mache ich das noch ein Mal im Monat und
habe jetzt keine Beschwerden mehr.“
Eine ältere Frau ist mit ihrer Mutter aus
für einen Tagesausflug aus Wismar gekommen: „Man kann hier
so schön essen“. Sie essen allerdings nur Kuchen und Eis.
Sie genießen auch die schöne Sauna. „Die Landschaft ist so
schön hier, die Liegen sind so bequem, und alle sind sehr
freundlich.“ Etwa alle vier Wochen zieht es sie hierher als
Tagesgäste.
Eine Frau, die mit ihrem Mann – Schweißer
- hier ist, sagt: „Viele können sich nicht vorstellen, ohne
Fleisch zu essen. Ich bin viel rumgekommen. Aber ich habe
noch nie so tolles vegetarisches Essen gefunden.“ Besonders
angetan sind beide von den Gewürzen und Kräutern im Essen:
„Geschmackvoll und gediegen.“ Es gibt nichts, was sie stört.
Durch Freunde haben sie vom Gutshaus Stellshagen erfahren,
und jetzt haben sie es auch schon guten Freunden weiter
empfohlen. „Sylvester wird hier viel angeboten. Buffet und
Tanz im Saal, Bleigießen, eine Mitternachts-Meditation mit
Engelkarten. Jeder durfte sich einen Stein aussuchen, und es
gab ein kleines Feuerwerk. So schön habe ich noch nie
Sylvester gefeiert.“ Auch vom Osterfest ist sie begeistert:
„Es wurden Schokoladeneier ausgelegt, und jeden Tag fand
etwas Besonderes statt.“
Hier weitere Highlights aus meinen
Befragungen. „Die guten Gespräche mit anderen Gästen im Haus
sind unvergesslich.“ „Im dritten Jahr in Folge mache ich
hier schon Urlaub, weil es der mit Abstand erholsamste
Urlaub ist, den ich je erlebt habe. Das Ambiente ist
einzigartig, die Super-Küche lässt einen zum Vielfraß
werden. Wenn wir nicht 6 Stunden Fahrt hätten, wären wir
noch öfter hier.“ „Ich fühle mich wie eine Prinzessin im
Schloss. Einen so schönen Urlaub habe ich noch nie erlebt.
Ich finde kaum Worte für meine absolute Begeisterung.“ „Ein
Hotel, wo von vorn bis hinten alles stimmig ist und wo es
gar nicht anders geht, als sich wohl zu fühlen. Ich habe
noch
nie so gut gegessen. Überhaupt,
die ganz Atmosphäre.“
Ein Mann hebt die „offenen Herzen der Mitarbeiter“ hervor.
„Ich bin den super intuitiven Therapeuten dankbar.“ Ein
anderer lobt „die lockere und dennoch professionelle
Atmosphäre an diesem Ort der Kraft.“ Besonders erwähnenswert
findet er außerdem „die Suppen und wahnsinnig leckeren
Nachtische.“ „Ich habe das Gefühl, nach Hause zu kommen.“ So
oder ähnlich drücken sich viele aus. Einer sagt sogar: „Ich
danke Gott, dass es diesen Ort gibt.“ „Die Sauna ist
traumhaft, die Ruhe unvergleichlich. Und dann überall die
kleinen, liebevollen Details …“ Ein Jugendlicher: „Es ist
voll gut hier.
Yeah!“ Die „friedvolle, naturbelassene Abgeschiedenheit dieses Ortes“
wird gewürdigt, und die „geradezu paradiesischen Zustände“.
Von einer “Oase der Ruhe und der Schönheit” ist die Rede,
und von einem “Wohlfühl-Haus”. Gelobt wird auch „das
vielfältige Angebot an Behandlungen und Meditationen.“ Ein
Landwirt auf zweitägiger Hochzeitsreise: „Hier kommt auch
der Bauer zur Ruh, trotz Heuwetters.“
Der gute Geist vom Gutshaus Stellshagen,
Frau Cordes, ist Heilpraktikerin und stolz auf ihren
Kräutergarten mit chinesischen Kräutern, wohl einzigartig in
Norddeutschland. Als Spezialistin für TCM, Traditionelle
Chinesische Medizin, gibt sie mir noch Tipps für Nierentees
für meine Mutter, die Nierenprobleme hat. Auch meine Kinder
– 8 und 15 Jahre alt – fühlen sich sehr wohl und lernen
schnell Spiel- und Gesprächspartner kennen. Das nächste Mal
nehmen wir vielleicht auch unsere beiden Katzen mit.
Haustiere sind willkommen. Beim Wegfahren überlege ich
schon, wann wir wiederkommen. Vielleicht zu Sylvester? Und
ich weiß schon, welchen freunden und Freundinnen ich das
Gutshaus empfehlen werde. Natürlich nur den besten. Wenn
jeder seine besten Freunde inspiriert, wird Stellshagen
sicher noch öfter ausgebucht sein. Rechtzeitige Anmeldung
empfiehlt sich besonders zu Feiertagen und Schulferien schon
jetzt, die etwa 90 Betten sind schnell belegt. Für immer
mehr Menschen scheint das Hotel Gutshaus Stellshagen zur
zweiten Heimat zu werden. Eine Oase der Ruhe. Und der Kraft.
Gutshaus Stellshagen,
Lindenstr. 1, 23948 Stellshagen, Tel. 038825/44-0, Fax
-44333, e-mail:
info@gutshaus-stellshagen.de,
Website:
www.gutshaus-stellshagen.de.
Ausführlichen Prospekt „Urlaub auf dem Lande“,
Seminarprogramm und Therapieangebot anfordern. Einzelzimmer
ab 55 Euro, Doppelzimmer ab 30 Euro pro Person. Halbpension
zuzügl. 10 €, Vollpension zuzügl. 20 €. Ferienwohnung für 2
Pers.
ab 75 €. Abendseminare/Vorträge
(für Hotelgäste frei)
Infos auch über: Tourismusverbund
Mecklenburg-Vorpommern, Platz der Freundschaft 1, 18059
Rostock, Information und Buchung: 0180-500 02 23,
info@auf-nach-mv.de
.Veranstaltungskalender 2003 auch im Internet:
www.auf-nach-mv.de .
Merian-Führer „Mecklenburg-Vorpommern. Die Küste“, Seite 44
und 45: „Feng Shui und Kräutergarten: Gutshaus Stellshagen.“
(erschien in „Esotera“, Kurzfassung in
„ReiseLust“)
Thalasso-Therapie in
Warnemünde: das Meer vom Feinsten
„Das Meer ist keine Landschaft, es ist das Erlebnis der Ewigkeit, des
Nichts und des Todes, ein metaphysischer Traum.“ (Thomas
Mann)
„Alles Leben stammt aus dem Meer, und
wer
sich dem Meer öffnet, findet Anregung und Entspannung. Wer
die Schätze des Meeres erschließt und zu nutzen weiß, dem
liefert es Nahrung und Wohlbefinden.“ (Hippokrates)
Wir freuen uns über freie Autobahnen
auf dem Weg nach Warnemünde. Blühende Rapsfelder überall,
und dank Kolchosenbewirtschaftung in der Ex-DDR keine
Flickenteppiche, sondern riesige Felder über mehrere Hügel.
Atemberaubender Duft dringt selbst durch geschlossene
Autofenster. Von Staus oder nur Staugefahr keine Spur.
Zwischendurch ein Stück Bundesstraße, gesäumt von uralten
Alleebäumen, wie man sie im Westen kaum noch findet. In
Warnemünde dann lässt uns die Navigation im Stich: „Diese
Straße ist noch nicht digitalisiert“, und wir befinden uns
kurzfristig wieder auf der Autobahn. Im Foyer des Hotels
Neptun witzele ich beim Einchecken, der Aufbau Ost geschehe
wohl zu schnell, dass das Navigationssystem mit all den
neuen Straßen nicht hinterher komme. Ein etwas bemühtes
Lächeln ist die Antwort.
Ich habe mich für eine Thalasso
–Therapie in Warnemünde entschieden, im renommierten
5-Sterne-Hotel Neptun, wo auch Prominente wie Udo
Lindenberg, Otto oder Renate Künast gastieren. Bei der
Thalasso-Therapie steht die Kraft des Meeres im Vordergrund.
Meerwasser, Meeresschlick und Meeresalgen sowie
Aerosol-Behandlung und Strand-Walking sollen eine
Rundum-Erneuerung und –Entschlackung bewirken. Ich bin
gespannt. Meine beiden Kinder, 9 und 16 Jahre alt, habe ich
mitgenommen, und ihren 16jährigen Cousin. Mal sehen, wie es
läuft, wenn ich bin zu fünf Behandlungen am Tag habe. Aber
diese Sorgen sind überflüssig: eine Gästebetreuerin erklärt
sich bereit, sich um meine Kinder zu kümmern. Die Jungs
ziehen vor, Warnemünde auf Skates und per Tandem selbst zu
erkunden. Das Hotel bietet mit seinem warmen
Meerwasserschwimmbad, der luxuriösen Sauna und dem
Fitnessstudio ebenfalls viel Abwechslung für sportliche
Teenager.
Der Blick aus unseren Zimmern im
14. Stock ist ein Traum. Man schaut südwärts bis zu
bewalteten Steilküste, dem traumhaft breiten Sandstrand
entlang. Die Kurpromenade ist gesäumt von hübsch renovierten
Jugendstilvillen. Im Norden ist der Blick noch
spektakulärer. Wieder endloser Strand, Strandkörbe, und dann
die beiden Leuchttürme von Warnemünde, zwischen denen in
endloser Reihe Schiffe ausgespuckt oder geschluckt werden,
viele Skandinavien-Fähren, kleine Frachter, Windjammer und
eine Vielzahl von Segeljollen. Im Meer dann kleine Flotten
von Optimisten: Kinder lernen hier segeln, hin und wieder
Windsurfer, Drachenkiter und jede Menge Kinder, Jugendliche
und junge Männer mit Drachen. Selbst im letzten
Jahrhundertsommer, wo das Binnenland unter den hohen
Temperaturen stöhnte, blies hier direkt am Meer immer noch
eine angenehme Briese, wie ich mir später von einer
Therapeutin sagen lasse.

Das Abendbuffet lässt keine Wünsche
offen. Eine Salatbar, tropische Früchte, Gemüse und Fleisch,
aber auch Fisch in allen Varianten, oder Vitalkost auf
Algenbasis, und zum Nachtisch diverse Cremespeisen und
Puddings sowie köstliche Kuchen aus der eigenen Konditorei.
Obwohl ich mich zurück halte, habe ich am Ende doch einen
vollen Bauch angesichts all dieser verlockenden
Köstlichkeiten. Und das Restaurant hat einen spektakulären
Blick auf Meer und Küste von allen Plätzen aus! Auch das
Frühstücksbuffet ist so reichhaltig wie ein Brunchbuffet in
besseren Restaurants, und es geht netterweise bis 10 Uhr 30,
so dass man es mit etwas Obst locker bis zum Abendessen, das
von 18 bis 20 Uhr 30 angeboten ist, schafft. Wir haben
Halbpension gebucht, und das war eine weise Entscheidung.
Wer mittags doch Hunger bekommt, kann in einem der drei
Restaurants seinen Appetit stillen. Das Angebot geht von
Pasta bis zu Seafood und Gegrilltem.
Nach dem Abendessen machen wir einen
Verdauungsspaziergang am Strand, zum grünen Leuchtturm. Die
Sonne geht langsam unter und färbt das Meer türkis und
orange. Die glatten Wellen sehen aus wie aus Quecksilber. In
den Ohren nur das Rauschen des Windes und das Kreischen der
Möwen. Am Leuchtturm haben sich Familien, Paare und
Liebespaare versammelt, um die bezaubernde Stimmung zu
genießen. Kennen Sie das Gefühl, zur rechten Zeit am genau
richtigen Ort zu sein? Und die absurde Gewissheit, dass es
im Moment keinen schöneren Flecken auf diesem Planeten gibt?

Angler lassen einen an ihrem
Anglerlatein teilhaben. Ständig fahren Fähren in die
Hafenmündung ein, und ab und zu gleiten Segelschiffe,
darunter historische Dreimaster, raus Richtung Meer. Trotz
einer dunklen Wolkenbank direkt über dem Horizont ist der
Sonnenuntergang „perfekt“: Man sieht die Sonne immer dicker
und roter werden, bis sie im Meer versinkt. Ein heller
Schein bleibt für eine Weile über dem Horizont, er sieht aus
wie ein Ufo. Alle Gespräche sind verstummt, so schön ist
dieses Erlebnis. Auf dem Rückweg am Meeressaum, gesäumt von
wunderschönen Steinen, Algen und Miesmuscheln, schauen wir
in glückliche Gesichter, die sagen: „Es ist schön hier. Und
wir sind dankbar, hier zu sein.“
Warnemünde – ein renommiertes Ostseebad von Anfang an
Warnemünde ist ein Schmuckstück an der
Ostsee, mit seiner alten Bäderarchitektur, seinem
hundertjährigen Leuchtturm, seiner breiten Strandpromenade
und einem feinsandigen Strand, der im Gegensatz zum Beispiel
zur Westküste Sylts nicht ständig schmaler, sondern immer
breiter wird. Der Grund: an der südlich gelegenen Steilküste
wird Sand angespült und direkt vor Warnemünde angespült.
Warnemünde war während der DDR-Zeit Grenzgebiet, und wer die
135 Stufen seines alten Leuchtturms
hinauf wollte, musste
schon einen triftigen Grund und eine spezielle Genehmigung
nachweisen. Warnemünde war schon im Jahr 1900 ein
renommiertes Seebad, und am 30.Juli 1906 verbreitete sich
wie ein Lauffeuer: „Die Kaiserin kommt!“. Wer es sich
leisten konnte, mietete sich ein Boot und fuhr der Kaiserin
entgegen. Die Musikkapelle des Dampfers „Hohenzollern“
spielte die Nationalhymne, das Publikum stimmte spontan mit
ein, und die Kaiserin sowie die Prinzessin Viktoria Lusise
und der Prinz Oskar winkten huldvoll von Deck. Im
2.Weltkrieg diente der Keller des Warnemünder Leuchtturms
als Luftschutzbunker. Wer über Vergangenheit und Gegenwart
von Warnemünde bescheid wissen will, sollte sich den
„Tidings-Bringer“, ein Warnemünder Bäderjournal, besorgen,
und hat dann noch viel mehr von seinem Urlaub in diesem
traditionsreichen Ostseebad.
Im Hotel Neptun hängen überall
historische Aufnahmen vom Strandleben in alter Zeit,
aufgenommen in einem Umkreis von 500 Metern. Damals
verbrauchten Bikinis mehr Stoff als heute einteilige
Badeanzüge, die ersten „freizügigen“ Damen wurden von der
Polizei abtransportiert, und weissgekleidete Männer liefen
über den Strand und verkauften Milch, Kakao und Buttermilch.
Heute gibt es am Warnemünder Strand viel mehr Dünen als
früher, keine Burgwälle mehr um die Strandkörbe, und einen
FKK-Strand.
Meine Gesundheitswoche im Hotel Neptun – fit durch die Kraft
des Meeres
SPA heißt: sanus per aquam, gesund
durch Wasser. Unsere Heimat ist das Meer. Wasser ist für
unsere mentale und körperliche Gesundheit wichtiger als
jedes andere Lebensmittel. Der Salzgehalt des menschlichen
Blutes beträgt 0,9 Prozent, genauso wie im Meer, und auch
die Mineralien im Blut entsprechen in ihrer Zusammensetzung
und Konzentration denen im Meerwasser. Franzosen und Briten
in Küstengegenden füttern ihre Kühe immer noch mit
Meeresalgen, in der Bretagne werden sogar mit Meeres-Algen
Häuser gebaut, Meeresalgen stehen bei vielen Küstenvölkern
wie den Japanern auf dem Speiseplan. Der Japaner isst
durchschnittlich 10 % seiner Nahrung als Meeresgemüse.
Japaner haben die längste Lebenserwartung unter den
Industrienationen. Wir Europäer sollten uns allerdings nicht
hauptsächlich von Sushi, Wakame und Nori-Algen ernähren: die
Japaner haben sich in ihrer Evolution an die relativ hohen
Jod-Werte von Meeresalgen angepasst, die für uns einfach des
Guten zu viel wären. Aber eine Thalasso-Therapie mit
frischem, gereinigten Meerwasser und äußerlich angewendeten
Algen-Präparaten: das kann sein wie Nach-Hause-Kommen, eine
Wohltat nicht nur auf körperlicher Ebene.
Thalasso-Therapie, was ist das? Mit der
Thalasso-Therapie „scheint sich das Meer dem Menschen zum
Geschenk zu machen“ (Dr. Hobert). Entwickelt wurde die
Therapie bereits in China, vor 3000 Jahren vom Kaiser
Shen-Nung! Auch die Römer und Griechen, ja sogar schon die
Ägypter kannten Badekuren als medizinische Behandlungsform.
In Frankreich wurde sie dann zur Perfektion entwickelt. 1867
wurde der Begriff „Thalasso-Therapie“ von La Bonnadiere,
einem Arzt aus Arcachon, geprägt. Das Fundament ist eine
Trilogie aus frischem Meerwasser, Meerespflanzen und
Meeresboden. Thalasso heißt im Griechischen „das Meer“, und
therapia „die Pflege“.
Eine Säule der Thalasso-Therapie sind
Meeresalgen, darunter auch Einzeller vom Urbeginn des Lebens
vor 3,5 Milliarden Jahren, welche heute noch für 90 % der
Sauerstoffproduktion auf diesem Planeten zuständig sind.
Kein anderes Naturprodukt ist so reich an Mineralien,
Spurenelementen, Aminosäuren und Vitaminen wie die
Meeresalgen, mit einer einzige Ausnahme, der AFA-Alge vom
Lake Klamath. Algen leiten Schwermetalle aus, vitalisieren
und entschlacken, und straffen die Haut. Algenbäder,
-Packungen und Kosmetikprodukte regenerieren und
vitalisieren Haut und Bindegewebe und mineralisieren unseren
Körper.
Allein die Essenz des frischen,
gereinigten und erwärmten Meerwassers im Thalasso-Zentrum –
das Hotel Neptun ist übrigens das einzige dieser Zentren in
Deutschland – hebt die Ki-Energie oder Lebenskraft an und
erschließt verborgene Energiepotenziale. Das Meerwasser
hatte Ende Mai nur 11 Grad. Welch Genuss, dann im 30 Grad
warmen Meerwasserschwimmbad des Hotels zu schwimmen, oder
eine der vielen Meerwasser-Bäder zu genießen. Das Wasser,
das therapeutisch im Hotel verwendet wird, war eine halbe
Stunde vorher noch Ostseewasser! Mineralstoffeicher
Meeresschlick- und Sand sowie die jodhaltige, frische
Meeresluft bauen zusätzlich Stress ab, entspannen und
vitalisieren. Nur in Thalasso-Zentren hat man die Garantie,
dass
-
die Lage direkt am Meer ist;
-
nur frisches, unbehandeltes
Meerwasser verwendet wird,
-
ein großes Meerwasserschwimmbecken
zur Verfügung steht,
-
ein Naturheilarzt die Anwendungen
überprüft und begleitet,
-
das Therapeuten-Team einen hohen
Grad an Professionalität vorweisen kann.

Eine „Thalasso-Vital-Kur“,
wie ich sie durchgeführt habe, besteht aus
Meerwasseranwendungen, Algenbädern- und Packungen,
Algennahrung, Gymnastik und Bewegung, Massagen,
Aerosol-Behandlungen sowie Bädern, Packungen, Peelings mit
Meeresschlamm- und Schlick. Eine Kur direkt am Meer hat
zahlreiche Vorteile: die Aerosolwirkung vom Meeressaum, die
allergiearme, saubere Luft, die Reizwirkung auf die Haut,
die Immunstärkung durch Wind, Temperatur und Meerwasser, das
Training wie Barfußlaufen am Meeressaum, die Landschaft mit
ihrer grenzenlosen Weite zur Befreiung des Geistes, und das
Sonnenlicht für die Vitamin-D-Produktion und Stärkung des
Immunsystems.
Die einzelnen Behandlungen dauern bei einer
Thalasso-Vital-Kur 20 bis 30 Minuten. Spezielle – zum
Beispiel asiatische – Massagen und Entspannungstherapien
dauern bis zu 60 Minuten. Dazu kommen tägliche
Kosmetikbehandlungen mit Meeres- und Algenprodukten von
durchschnittlich einer Stunde Dauer. Wichtig ist die
Anfangs-Untersuchung durch einen Naturheilarzt mit
Aufstellung eines individuellen Therapieplanes.
Der „Alltag“ im Hotel Neptun
Morgens sind wir bis zur Steilküste
gejoggt, durch einen traumhaften Buchenwald, auf dessen
Grund gelbe und rosa Taubnesseln sowie weiße Sternchenblumen
blühen. Solche Laubwälder gibt es im Süden Deutschlands
leider nicht mehr. Walker, Wanderer, Jogger und Radfahrer
begegnen uns. Zurück laufen wir direkt am Meeressaum und
tanken negative Ionen, die einen belebenden Effekt auf den
Organismus haben.
Nach dem Frühstück beginnt meine
Thalasso-Therapie. Tochter ist mit ihrer Begleiterin Schwäne
füttern, und die Jungs machen einen Ausflug per Tandem. Die
Ärztin Dr. Schwanitz untersucht mich. Für mein Bindegewebe
zeigt sie mir isometrische Übungen und erklärt mir, dass
Cellulite mit schlaffer Muskulatur zusammen hängt. Das
wusste ich noch nicht. Auch dafür zeigt sie mir Übungen und
verspricht mir, ein Buch mit Instruktionen mit zu bringen. 6
bis 8 Minuten Training jeden Tag würden reichen. Ich bin
gespannt. Das wäre zu schön um wahr zu sein: erfolgreiches
Muskeltraining mit wenig Zeitaufwand bequem zu Hause, ohne
ein Fitnessstudio aufsuchen zu müssen, was nicht „mein Ding“
ist: ich mag dort die Musik nicht, das Zurschaustellen der
neuesten Fitnessmode und die taxierenden Blicke der meist
jüngeren Besucher. Jedenfalls ist die Ärztin ein gutes
Beispiel für den Erfolg: Sie ist sicherlich jenseits der
fünfzig, hat aber eine tolle Figur mit straffer Haut,
gerader Haltung und muskulösen Armen und Beinen.
Meine Thalasso-Therapie zur Anregung
des Kreislaufs – ich habe einen sehr niedrigen Blutdruck –
und zur Entgiftung und Entschlackung beginnt mit einem
Meeres-Peeling.
Eine türkisfarbene Meeres-Algenessenz wird aufgetragen und
erwärmt und danach abgeduscht. Ein Meeresalgen-Gel wird
sanft einmassiert. Dann kommt der eindeutige Höhepunkt des
Tages: ein
Meerwasserbad mit Hydromassage und pulverisierten
Meeresalgen. Ich liege fast schwerelos in einer Wanne, die
aussieht wie ein Whirlpool, und die mit warmem Meerwasser
plus Algenpulver gefüllt ist. Aus über 200 Meerwasser- und
Luftdüsen wird Wasser und Luft „ausgespien“, das mal sanft,
mal etwas gründlicher alle Körperteile durchmassiert,
zyklisch von den Füßen bis zum Nacken sowie über die
Unterhaut des gesamten Körpers. Ich fühle mich wie von
vielen Händen verwöhnt. Es ist ein unbeschreiblich
sinnliches Gefühl: die Kraft des Meerwassers, Wärme,
Algen-Power und dann noch Massage! Ich versinke in
Glückseligkeit, unbeschreiblich. Und das soll noch einen
therapeutischen Effekt haben?
Im Prospekt steht, dass die
Hydromassage alle Muskeln stimuliert, den Bluttransport im
Gewebe verbessert und Cellulite abbaut. Schade, dass eine
solche Wanne 15 000 Euro kostet, und ich noch nicht im Geld
schwimme, sonst würde ich mir sofort eine anschaffen.
Sicherlich ist es auch ein Unterschied, zu Hause Meeresalgen
und Meersalz ins Badewasser zu schütten, oder im
frischgepumpten, gereinigten Ostseewasser im Hotel Neptun zu
baden, tröste ich mich.
Eine
Algenpackung
rundet diesen Wohlfühl-Nachmittag ab. Drei Stunden nach der
Thalasso-Therapie soll man nicht ins warme
Meerwasser-Schwimmbad oder Sauna, weil sonst die feine
Schicht von Algen, die noch unsichtbar an der Haut haftet,
abgespült werden würde. So holt sich der Körper noch
stundenlang die kostbaren Nährstoffe in den Algen.
„Meergeboren“, fällt mir ein, ein Buchtitel von Chris
Griscom, und, dass wir ursprünglich aus dem Meer kommen. Der
Salz- und Mineralstoffgehalt des Blutes entspricht etwa der
des Meeres. So soll auch das Algen-Gel, was in der
Thalasso-Therapie verwendet wird, in seiner Zusammensetzung
fast unserem Blutplasma entsprechen.
Ganz zum Schluss nehme ich noch Teil an
einem „Gruppenaerosol“.
Durch Düsen wird die Luft mit Meerwasser bestäubt, was dem
Effekt eines Strandspaziergangs direkt am Meeressaums bei
Windstärke 11 entsprechen soll. Am nächsten Morgen haben wir
dann immerhin Windstärke 7 mit Spitzen 8, und ich merke, als
ich barfuss durch das seichte Meerwasser laufe, dass ich
eine „Aerosol-Behandlung“ direkt von Mutter Natur dem
Gruppenaerosol vorziehe. Aber das ist Geschmackssache. Nach
den Anwendungen lädt ein großzügiger Ruheraum zum Entspannen
ein. Man kann sich mit Bio-Äpfeln, Wasser oder verschiedenen
Kräutertees verwöhnen oder Meditationsmusik aus den
Kopfhörern genießen, alles mit Traum-Blick aufs Meer.
Nachmittags dann ein neuer Höhepunkt:
eine Rückenmassage.
Herr Dietrich Kruse ist ein Geheimtipp im „Hotel Neptun“. Er
hat, wie fast alle Kollegen, den II.Reikigrad. Das merke ich
sofort. Seit alle Physiotherapeuten mit Reiki arbeiten, soll
das Betriebsklima viel besser geworden sein. Herr Kruse gibt
zu, dass eine Dame sagt, sie müsse bei seiner Massage fast
weinen. Ich kann die Frau verstehen, obwohl mir das sanfte
Gleiten und Klopfen eher ein Honigkuchenpferdlächeln aufs
Gesicht zaubert. Mit schlafwandlerischer Sicherheit spürt
der Masseur alle Verspannungen auf. Wenn Masseure Reikigrade
haben, wirkt die Massage immer ursächlich und ganzheitlich.
Ich höre mir zu, wie ich anfange, mit
diesem fremden Mann über Gott und die Welt zu sprechen. Dann
versinke ich in tiefes Schweigen. Die Massage ist so
wohltuend, dass ich mich immer tiefer entspannen und seinen
Berührungen im Geiste folgen kann, und die Hände von Herrn
Kruse immer mehr in die Tiefe vordringen. Am Ende fühle ich
mich, als wenn ich schwebe. Man kann seinen Wunsch-Masseur
angeben, und Herr Kruse ist wirklich spitze. Demnächst
verwöhnt er Hotel-Neptun-Gäste sogar mit Shiatsu.
Heute Morgen steht um 8 Uhr „Walking“ am Strand an. Obwohl 8 Leute angemeldet sind, bin ich die
einzige, die erscheint. Kein Wunder: das Wetter ist nicht
gerade einladend, bei 7 Windstärken und 11 Grad Temperatur,
und das Ende Mai! So habe ich die Trainerin für mich
alleine. Auf 4 soll man aus- und einatmen, beides durch die
Nase. Mit Druck auf die Ferse rollt man ab. Die Skistöcke
drückt man so tief ein, dass man den Rücken spürt. Die
Haltung ist gerade. Eine Menge Dinge, die man sich
gleichzeitig merken muss! Irgendwie schaffe ich das, und
habe sogar noch die Geistesgegenwart, ab und zu durch einen
Sprung nach links einer anrollenden Welle auszuweichen. Beim
Walking soll man rund 400 der insgesamt 440 Körpermuskeln
trainieren. Nicht schlecht! Prompt habe ich am nächsten Tag
Muskelkater, und das, obwohl ich jeden Tag jogge und die
Fünf „Tibeter“ praktiziere.
Auf dem Walking-Treck entlang der Küste
erfahre ich von meiner Begleiterin, dass die Steilküste
jedes Jahr um 20 Zentimeter zurückweicht, und dass nur ein
Mal im Jahr das Wasser bis zu den Dünen gelangt. Sie erzählt
mir auch, dass Anfang des 19.Jahrhunderts eine Badeanstalt
auf der Höhe vom Hotel Neptun streng nach Männlein und
Weiblein getrennt war, und die Badegäste mit Wagen zum
Wasser gefahren wurden. Heute gibt es nur einen extra
abgeteilten FKK- und Hundestrand. Auf halber Strecke wird
Puls und Blutdruck gemessen: alles im grünen Bereich. Als
wir um 9 Uhr, nach Streckübungen, wieder im Hotel sind,
fühle ich mich wunderbar frisch und gut durchblutet. Mit
Rückenwind hatte ich das Gefühl, beim Walken fast zu
fliegen. Ich nehme mir vor, zu Hause Walking-Sticks zu
besorgen und diesen Sport, den ich aus Unkenntnis belächelt
hatte, auch nach meiner Heimkehr zu praktizieren.
Das
Bad im
Luxus-Whirlpool mit Milch und bei Kerzenschein ist nicht
ganz mein Fall. Unterm Rücken liegen zwei Düsen, die kühlere
Luft oder Wasser produzieren. Ich kann mich nicht
entspannen, bis ich auf die gute Idee komme, sie einfach mit
dem Finger abzudrücken. Das Schönheits-Cleopatrabad mit
hochwertigen Ölen und Milch ist dadurch aber nicht gerade
Entspannung pur.
Was dann folgt, ist aber ein
himmlisches Erlebnis: die Körperbehandlung im Softpack bzw.
Wasserbett. Der Körper befindet sich im warmen Wasserbett in
frei schwebender Position, ein Gefühl, fast so schon wie
Fliegen. Alle Muskeln können optimal entspannen und die
kaltgepressten Öle wie Calendula tief in die Poren
einziehen. Zwischendurch sehe ich tropische Landschaften, so
entspannt bin ich bei leiser Worldmusik, Schwerelosigkeit
und angenehmer Wärme.
Die „Basis-Gesichtsbehandlung“
mit Produkten von Maria Galland klingt in der A-Z-Broschüre
etwas profan. Ist sie aber nicht. Wer die etwas nervige
Hautreinigung und Brauen-Korrektur überstanden hat, was nur
wenige Minuten dauert, wird durch eine göttliche
Gesichtsmassage verwöhnt, bei der Akupressurpunkte sanft
gedrückt und gestreichelt werden, so dass die gesamte
Gesichtsmuskulatur nicht nur entspannt, sondern alle
Mimikfältchen und Anspannungen im Gesicht verschwinden.
Vorübergehend fühlt man sich wieder wie mit zwanzig, mit
einem glatten, entspannten Gesicht und straffer
Gesichtsmuskulatur. Ein tolles Gefühl!
Ein weiteres
Highlight der
Woche ist die asiatische Vollmassage. Eine grazile, charmant
lächelnde Thailänderin drückt und streichelt Vorder- und
Rückseite des Körpers, so dass ich das Gefühl für Raum und
Zeit verliere. Ich komme mir vor wie im Paradies.
Zwischendurch schlägt die Masseurin die Hände zusammen, so
dass es klingt wie das Aufeinanderprallen von zarten
Bambusstäben. Kein Wunder, dass diese Massagen zu den
beliebtesten Anwendungen zählen.
Resümmée
Was hat mir die eine Woche
Thalasso-Therapie im Notel Neptun gebracht? Ehrlich gesagt,
hatte ich nicht allzu viel erwartet. Eine Woche, was ist das
schon … Aber das Ergebnis war überzeugend. Zuhause
angekommen, fragten mich die Teilnehmer meiner Reiki-Gruppe,
wo ich gewesen sei, ich sähe so frisch und ausgeruht aus.
Die Gesichtsbehandlungen haben meine Haut tatsächlich
schöner gemacht, und ich scheine von Innen zu strahlen. Mein
Bindegewebe ist fester geworden, besonders an Po und
Oberschenkel, den Problemzonen fast jeder Frau. Liegt es an
den Meerwasseranwendungen? Oder an den Algenpackungen? Oder
vielleicht am Nordic Walking am Strand? Oder am tollen
Meeresklima? Oder dem tollen Essen, der Vitalkost? Ehrlich
gesagt, ist mir das völlig egal, das Ergebnis zählt! Und ich
habe eine Energie, die mich locker durch den Alltag trägt,
und das bei Seminaren, Termindruck, zwei Biogärten, Kindern
usw.
Allerdings mache ich auch ein paar
Übungen weiter, die Frau Dr. Schwanitz mir gezeigt hatte,
habe schon ein Algenbad in meiner Badewanne zelebriert
(Algenpackung von GUAM, Reformhaus, Meersalz in jeder
Apotheke), und mir ein paar Skistöcke fürs Nordic Walking
besorgt und damit bereits ein paar Mal den Hamburger
Volkspark durchschritten. So kann ich mich auf einen
Langzeiteffekt freuen.
Es ist, als lächle ich innerlich.
„Liebe Dich selbst wie Deinen Nächsten“, heißt es so schon
bei Neale Donald Walsch. Im Hotel Neptun kann man/frau sich
mal richtig verwöhnen lassen, seiner göttlichen Natur
huldigen, und einen Urlaub zur Regeneration von Körper,
Seele und Geist genießen.
Tipps:
Literatur: Redieck & Schade, „Tidings-Bringer“, ein
Warnemünder Bäderjournal, Jahrgang 3 – 1998/99, Hrsg.
Leuchtturmförderverein Warnemünde e.V., Tel. und Fax
0381-27862
Dr. med. Ingfried Hobert, „Heilung aus
dem Ozean. Vitalität, Kraft und Schönheit durch Algen- und
Thalassotherapie“, Oesch-Verlag, 16,90 Euro.
Barbara Simonsohn, „Die Heilkraft der
Afa-Alge“, Goldmann-TB, 8,50 Euro.
Ausflugsgaststätte und
Pension „Wilhelmshöhe“,
Waldweg 1, Warnemünde. Das 1996 neu eröffnete Haus im
Stolteraawald ist unmittelbar am Kliff gelegen mit einem
Traumblick entlang der Ostseeküste. Von Warnemünde aus geht
man am flachen Sandstrand entlang, die bewaldete Steilküste
hoch zum Cap Stolteraa. Belohnt wird der Wanderer mit einer
herrlichen Fernsicht.
Ausstellung Reinhold Kasten, „Der letzte große
Abenteurer des 20.Jahrhunderts“, Teepott am Warnemünder
Leuchtturm. Man findet darin sogar den Tropenhelm von Albert
Schweitzer und Schätze aus der ganzen Welt wie kostbare
Buddha-Statuen oder Trommeln und Schmuck aus Afrika. Sehr
lohnenswert! Katalog über Info-Hotline 0381-491990.
„Warnemünder Sailing“, Urlaubserlebnis „Mitsegeln“,
Törns auf modernen Yachten oder Traditionsseglern, Buchungen
täglich zwischen 9 und 18 Uhr, Preisbeispiel: 4
½-Stunden-Törn auf der Ostsee und nach Rostock 50 Euro pro
Person. „Warnemünde sailing“, Tel. 0381-4405494, Fax
-4405495,
service@agmar.de
. Direkt gegenüber vom Hotel Neptun. Es wird noch ein
Segel-Fan für die Agentur in Berlin gesucht.
Hotel Neptun, Motto: „Viel Spaß am Meer“. 5 Sterne.
Traumhafte Aussicht auf Strand und Meer aus 338 Zimmern mit
großzügigem Balkon. Großer Wellness- und
Thalasso-Therapiebereich, Meerwasserschwimmbad,
Saunalandschaft mit Traumblick. Verschiedene Restaurants,
Spezialität: fangfrischer Fisch und Seafood, sozusagen
Thalasso-Therapie von innen. Café und Tanzbar in der
19.Etage, Disko, „Arkona Spa“ mit Original-Thalassozentrum,
Fitnessbereich mit modernsten Geräten, Aerobic, Tai Chi,
Gymnastik, Yoga, Reiki, Asiatischer Massage, Beauty Farm mit
Produkten der Firma Maria Galland (Frankreich),
Physiotherapie und vielem mehr. Thalasso-Vital-Center,
Schwimmbad und Sauna von 7 Uhr bis 22 Uhr geöffnet.
Tagungsräume mit Meerblick für Gruppen bis 600 Personen.
Pauschalen für Wochenende, Urlaub und Kur. Zimmer schon ab
66 Euro pro Person! Seestraße 19, 18119 Warnemünde, Tel.
0381-7770, Internet:
www.hotel-neptun.de, e-mail:
info@hotel-neptun.de.
Weiteres Hotel (man kann die
Thalasso-Therapie auch „ambulant“ buchen!): „Best
Western Hanse
Hotel Warnemünde“ Parkstr. 51, Warnemünde, Tel.
0381-545-0, Fax -3006,
info@hanse.bestwestern.de,
www.hanse-hotel.de
. 4 Sterne, Einzelzimmer 80 bis 120 Euro, DZ 107-137 Euro,
je nach Saison. Windsurfschule, Naturheilpraxis, Wellness,
Kinderspielzimmer, Kinderspielplatz, sehr ruhige Lage am
Ortsausgang.
Makutsi Safari Farm –
Entspannung, Wellness
und
wilde Tiere „hautnah“
„Entspannung und Safari“, damit wirbt die „Makutsi
Safari-Farm“ in Südafrika. Geht das überhaupt zusammen? Sind
Safaris nicht immer auch ein bisschen stressig und damit das
Gegenteil von Entspannung? Was steckt also dahinter? Barbara
Simonsohn hat sich mit ihrer neunjährigen Tochter Freya
aufgemacht, dieses Geheimnis zu lüften. Und hat dabei
Erstaunliches herausgefunden. Dass „Frieden mit der Natur“
letztlich auch als Frieden auf uns abfärbt. Wilde Tiere und
Pflanzen uns die Stille, das „Sein“ schenken, das meist
hinter dem Lärm unserer Gedanken verborgen ist. Und dass wir
auf Fotosafaris keine „Großwildjäger“ sein müssen, sondern
ganz entspannt intime Begegnungen nicht nur mit großen
Tieren genießen können. Und, wie schön es sein kann, mitten
in der Natur zu
leben und beim Blick aus seinem Ferienhaus grasende
Impala-Antilopen oder manchmal auch Elefanten und Nilpferde
beobachten zu können. Auch kann es sehr entspannend sein,
sich nach aufregenden Tierbeobachtungen im Römerbad von
Thermalwasser massieren zu lassen. Und ohne Sprachprobleme
mit fachkundigen Rangern und Gleichgesinnten fachsimpeln
oder sich austauschen zu können.
„Ein Schwarm von Hededah-Ibissen erhob sich mit lauten
Klagerufen. Als die ersten Sonnenstrahlen den Horizont in
ein goldenes und rosenfarbenes Licht tauchten, stimmten die
Vögel ihr schrilles Hosianna an: Honigsauger, Weber, Reiher,
Adler und Scharen rotschnäbeliger Queleas, bis Veld
(hügelige Graslandschaft) und Wald von ihrem Morgengesang
wieder hallten. Zwei zierliche Impalas schwankten mit
ineinander verschränkten Gehörnen hin und her, ein Trupp von
Babuine-Antilopen n galoppierte aus dem Schatten einer
Schirmakazie heraus und begann sich um Heuschrecken zu
balgen.“ An diese Worte aus Madge Swindells
Südafrika-Roman „Wer Wind sät …“ werde ich erinnert, als ich
beim Joggen frühmorgens über das Veld blicke und alle
Geräusche in mich aufsauge.
Ich wache morgens um 5 Uhr 30 auf mit
dem
Blick nach
draußen. Direkt vor unserem Fenster grast eine Herde
wunderschöner Impala-Antilopen. Ich trete ans Fenster. Vor
den Antilopen pickt eine Schar Perlhühner auf dem Rasen. Sie
machen ein Geschrei: „Tschk, tschk, tschk“, als sie mich
sehen, und die zierlichen Impalas stellen ihre Ohren auf und
verharren regungslos. Etwas später tobt eine Horde
langschwänziger Meerkatzen über das Dach unseres Rondavels,
den typischen runden, schilfgedeckten afrikanischen
äuHäusern.
„Makutsi“ heißt auf Zulu wirklich
„Frieden“, und es ist ein friedvoller Platz, den sich die
Familie Weber am Makutsi-River zur Gründung ihrer nach dem
Fluss benannten Safari-Farm ausgesucht haben. Nicht nur die
Natur mit ihren Pflanzen und Tieren strahlt diesen Frieden
aus, sondern auch die entspannte Art, in der Familie Weber
in der zweiten Generation mit ihren Gästen umgeht, und auch
mit den wilden Tieren, denen mit Respekt begegnet wird, was
sich auch in ihrem Verhalten den Touristen Rangern und
Wissenschaftlern gegenüber bemerkbar macht.
„Frieden mit der Natur“ heißt nicht,
dass es immer friedlich auf der Makutsi-Safari-Farm zugeht.
Der Rottweiler „Puma“ wurde von einem Löwen gerissen. Eines
Abends, ich meditiere gerade, höre ich merkwürdige
Geräusche. Erst denke ich an Gartenarbeiten und wundere
mich, warum sie in der Dämmerung stattfinden. Als ich dann
das Splittern von
Holz höre, ist mir klar, dass es keine Menschen sind.
Ein Blick aus dem Badezimmerfenster bestätigt meine
Vermutung: ein riesiger Elefantenbulle steht etwa einen
halben Meter vorm Haus und ist dabei, eine kleinere
Königspalme zu verspeisen! Mir bleibt fast das Herz stehen,
und ich hole schnell den Fotoapparat. Der Elefant ist jetzt
zu einem anderen Fenster gewandert, und dann schlendert er
in Seelenruhe über den Rasen. Ich mache zwar ein Foto, zur
Beweisführung sozusagen, aber vor Aufregung drücke ich den
falschen Knopf, und das Bild bleibt dunkel. Gleich darauf
fährt ein Jeep herbei, wir werden aufgefordert, im Haus zu
bleiben, und die Elefanten werden aus dem Camp vertrieben.
Sie richten einfach einen zu großen Schaden an, ganze Bäume
müssen dran glauben. Beim Nachbarhaus Nummer 6 hat der
Elefant einfach die oberirdische Wasserleitung zertreten.
Safari-Urlaub – was ist hier anders?
Safari und Enspannung – damit wirbt die
Makutsi Safari Farm in der „Welt am Sonntag“ und der „FAZ“.
Aber passt das
überhaupt zusammen? Ich bin skeptisch. Vor zwei Jahren habe
ich mit meinen Kindern eine einwöchige Safaritour in Kenia
gebucht. Zugegeben: wilde Tiere haben wir jede Menge
gesehen, auch die „Big Five“ Nashorn, Kaffernbüffel, Löwe,
Leopard und Nilpferd, im Amboseli-Nationalpark, der Masai
Mara und Tsavo Ost und West. Der Preis dafür war allerdings
hoch. Stundenlange Fahrten auf unmöglichen Straßen, die
teilweise mehr Schlaglöchern als Pisten glichen, alles in
hart gefederten alten VW-Bussen. Kenia ist ein
Dritte-Welt-Land, und nach Rauswurf der Engländer wurde kaum
ins Straßennetz investiert. Auch die Lodges schienen zum
Teil einmal bessere Zeiten gesehen zu haben.
Nach dieser eindrucksvollen Woche auf
Safari-Tour in Kenia waren wir erst einmal richtig
urlaubsreif. Fast jede Nacht in einer anderen Lodge ist auch
nicht jedermanns Sache. Denn das bedeutet: jeden Abend neu
einrichten, jeden Morgen wieder Kofferpacken. Hat man dann
noch eine Frühsafari, weil Löwen und andere Raubtiere nur
nachts Beute machen, ist der Stress vorprogrammiert. Die
Woche Badeurlaub südlich von Mombasa haben wir auch nötig
gebraucht, um die vielen Eindrücke zu verarbeiten und uns
von der anstrengenden Safaritour zu erholen. Nicht umsonst
machen viele Touristen vom Strand aus eine – teure -
Flugreise zum Amboseli-Park und verbringen dort zwei bis
drei Tage. So ersparen sie sich die anstrengende Reise mit
Mini-Bussen.

Nun also sollte alles anders werden:
Safari und entspanntes Urlaubsleben zugleich. So jedenfalls
wirbt die „Makutsi Safari Farm“, etwa 100 Kilometer vom
Krüger Nationalpark und fünf Autostunden von Johannesburg
entfernt. Die Lösung: man braucht hier nirgendwo
hinzufahren, um entspannt Tiere wie Löwen oder Giraffen und
Antilopen beobachten zu können, sondern man
ist bereits
inmitten von Tieren. Und tatsächlich: auf einem riesigen
Gelände von etwa 12 000 Hektar sind drei Lodges verstreut,
von denen die Makutsi Safari Farm sich vor allem an deutsche
und australische Touristen wendet, die Tiere hautnah erleben
möchten, aber möglichst ohne Stress. Nirgendwo auf diesem
riesigen Gelände gibt es einen Zaun. Um das Camp herum
natürlich auch nicht.
Makutsi-River heißt ein Fluss im
Transvaal, einer Provinz im Nordosten Südafrikas. Der Fluß
entspringt den Drakensbergen und mündet in den Olifant. Die
meiste Zeit ist der Fluß ausgetrocknet, kann aber bei
starken Regenfällen in den Bergen zu einem reißenden Strom
werden. Dr. Gerhard Webers Farm grenzt an den Fluss, und er
gab ihr diesen Namen.
Stressfreier Safari-Urlaub ist hier
tatsächlich möglich. Die Farm mit etwa 45 runden, gemütlich
eingerichteten und schilfbedeckten Häusern, „Rondavels“,
liegt an einer Thermalquelle, die ein 30 Meter langes
Schwimmbad und ein Römerbad speist. Die Quelle hat
Trinkwasserqualität. Das ganze liegt eingebettet in einen
Park mit Königs- und Fächerpalmen, wunderschönen
Bougainvilla-Bäumen, Christsternen, Feuerakazien,
Hibiskus-Büschen und lilablühenden Jakaranda-Bäumen.
Etwa jeden zweiten Tag fährt man mit
einem Makutsi-Safari-Bus in die Umgebung, oder auch weiter
weg zu den Drakensbergen, einem Rehabilitationszentrum für
kranke Wildtiere, einer Aufzuchtstätte für Geparden, einer
Teeplantage, einem Eingeborenen-Dorf in den Bergen oder dem
Krüger-Nationalpark. Die zur Hauptsaison im Oktober etwa 50
Gäste buchen entweder Halbpension oder Vollpension und
verbringen ihre safarifreie Freizeit gemütlich am
Thermalpool, in der Bar mit Blick über den Fluss, der in der
Trockenzeit zum Wadi wird, vor ihren gemütlichen Bungalows,
auf dem Tennisplatz, im kleinen Fitnessstudio, in der
Bibliothek oder im Safari Shop.
Da überall wilde Tiere sind, dürfen
Kinder nur in Begleitung Erwachsener übers Gelände
spazieren. Sonst könnten sie nämlich missverständlich als
Beute für Geparden oder Löwen gelten. Es gibt hier keinerlei
Zäune! Ab 18 Uhr gibt es auch für Erwachsene ein striktes
Verbot, zu Fuß zu gehen. Entweder ist man vor 18 Uhr in der
offenen Bar, einer „Lappa“, mit Blick über den Fluss und
gemütlichem Feuer und frischgebackenen Popkorn, direkt
vis-à-vis dem zur Seite hin offenen Restaurant. Oder man
wird zwischen 18 Uhr 45 und 18 Uhr 55 mit einem Jeep von
seinem Bungalow abgeholt und zum Abendessen gebracht. Nachts
nämlich laufen Nilpferde, Elefanten und Raubtiere durchs
Gelände. Nilpferde wirken gemütlich, sind es aber nicht,
wenn sie nachts beim Grasen überrascht werden. Durch
Nilpferde kommen in Afrika jedes Jahr weitaus mehr Touristen
ums Leben als durch Löwen.
Vor seinem Häuschen sitzen ist o.k.,
wenn Licht an ist und die Tür offen bleibt. Alles andere
aber bedeutet ab Einsetzen der Dämmerung akute Lebensgefahr.
Jeder muss eine Vereinbarung unterzeichnen, der Gast auf der
Makutsi-Farm ist, um sich an die Spielregeln dort zu halten.
Bisher ist auch noch nichts passiert – toi, toi.toi! Ein
einziges Mal in den 34 Jahren, in denen es die
Makutsi-Safari-Farm gibt, wurde eine Gruppe australischer
Touristen auf einer Fußsafari von einem einzelnen Gnu
angegriffen und flüchtete sich auf Bäume. Als das aggressive
Gnu darauf hin erlegt wurde, stellte sich heraus, dass es
eine dicke Geschwulst hinter einem Auge hatte, was ihm
wahrscheinlich durch die dadurch verursachten Schmerzen den
Verstand raubte.
Eine deutsche Familie erzählt, dass in
der Nacht ein Löwe auf ihrer Fußmatte (!) gelegen hat. Als
ich ungläubig schaue, gibt es noch einen drauf: der Löwe hat
den Bezug der Liegestuhlauflage zerfetzt. Sie haben ein
Häuschen direkt am Fluss und ganz am Rande der
Camp-Siedlung. Wer also das hautnahe Abenteuer sucht, sollte
ein Rondavel mit den Nummern 5, 6 oder 7 wählen. Tagsüber
werden sie oft von Pavianen heimgesucht, vor denen man alles
Essbares in Sicherheit bringen muss. Gestern schnürte ein
Gepard an ihrem Haus vorbei, zielgerichtet, offenbar auf der
Jagd.
Die erste Nacht ist
gewöhnungsbedürftig. Die Betten sind wunderbar, aber meine
Tochter wacht frühmorgens auf, weil ich ihr die Decke
weggezogen habe. Nachts kann es hier, auf 600 Metern Höhe,
empfindlich kühl werden. Die Geräusche sind unglaublich: ein
Zirpen, Rufen, Klagen aus Hunderten von Kehlen. Dazwischen
das Brüllen eines Löwen. Welche Dramen, welche Tragödien
mögen sich hier nachts abspielen, wenn Antilopen von Löwen
an Wasserstellen aufgelauert werden und auch die Leoparden
auf Jagd gehen.
Tagsüber ist alles wieder friedlich und
idyllisch. Man kann sich im Stundentakt zu einer nahe
legenen Wasserstelle mit Baumhaus oder einem Hochsitz fahren
lassen. Im Tümpel leben zwei riesige Krokodile, viele
Schildkröten und vierzehn Nilpferde. Tagsüber in ihrem
Element, machen sie einen geradezu phlegmatischen Eindruck.
Auf einigen Flusspferden sitzen nicht nur Vögel, sondern
auch Schildkröten, um den Flusspferden lästige Insekten zu
entfernen. Die Vogelwelt ist ebenfalls beeindruckend, von
schillernden Eisvögeln über klagenden Ibissen bis zu
majestätischen Reihern und bunten Wiedehopfen. Ja, wir sehen
sogar einen Schreiadler, der dem amerikanischen
Weißkopfadler zum Verwechseln ähnlich sieht. Ich bin froh,
dass ich einen Vogelführer dabei habe. Wir haben uns erst
einmal für eine Stunde Baumhaus entschieden, aber es ist
dort so spannend und gleichzeitig entspannend, dass wir das
nächste Mal sicherlich zwei Stunden dort verbringen wollen,
bevor wir wieder abgeholt werden.
Ein paar Tage später lasse ich mich
ohne Tochter, mit einer Schweizerin, zum Hochsitz am Fluss
fahren. Als wir kommen, laufen Impala-Antilopen und ein
Warzenschwein weg. Ob
wir noch mehr Tiere sehen? Die Schweizerin und ich
suchen mit den Augen jeden Busch ab. Nichts. Plötzlich, am
gegenüberliegenden Flussufer, galoppiert eine Herde Tiere
durchs Gebüsch. Zebras? Antilopen? Vielleicht sogar
Elefanten? Das Rätsel klärt sich nach wenigen Minuten auf.
Die Gäste auf der gegenüberliegenden Reiter-Safari-Farm
machen einen Ausritt. Ist das nicht gefählich? Auf Nachfrage
erfahre ich später, dass enger Kontakt mit den Biologen
gehalten wird, die genau wissen, wo sich die Löwen
aufhalten. Außerdem werden auf der Ranch nur gute Reiter als
Urlauber akzeptiert. Und ein Gewehr hat der Führer der
Reitgruppe immer dabei. Wenn ein Löwe gesichtet wird, heißt
es „absitzen“, und das Pferd festhalten.
Allmählich wird es mir auf dem Hochsitz
langweilig, Ich komme mit der Schweizerin ins Gespräch. Es
stellt sich heraus, dass sie wie ich ein Fan der Bücher von
Eckart Tolle ist, aber ihr Buch „Jetzt“ zu Hause gelassen
hat. Wir tauschen uns aus, und ich stelle ihr das Buch
„Stille spricht“ zur Lektüre in Aussicht. Vor Freude, einen
Eckart Tolle-Fan getroffen zu haben, der sich hier auf dem
Hochsitz als solcher geoutet hat, falle ich der überraschten
Frau um den Hals. So klein ist die Welt. Sie macht mich
später auf eine Stelle im Tolle-Buch aufmerksam, die ich
glatt übersehen habe. Dabei habe ich das Buch schon zwei Mal
gelesen … Jedes Mal, wenn wir uns in Zukunft begegnen,
blitzt in unseren Blicken so etwas wie Seelenverwandtschaft
auf. Obwohl wir auf dem Hochsitz keine weiteren Tiere mehr
sehen, sind wir zufrieden, als wir wieder abgeholt werden,
und die anfängliche Höhenangst der Schweizerin ist beim
Abstieg verflogen.
Entspannung bei so viel wilden Tieren?
Ja, wirklich. Die Anlage der Makutsi-Farm ist ein Traum. Und
vor allem die Ruhe. Kein Gedudel, kein Motorenlärm, nichts
außer den Geräuschen, welche die Tiere selbst machen, wie
das Zirpen der Grillen oder das Keckern von Meerkatzen.
Jeden Abend um die gleiche Zeit fangen Baumfrösche mit ihrem
Quakkonzert an. Sie bauen kugelförmige Nester über
Wasserstellen, und wenn die Kaulquappen schlüpfen, lassen
sie sich einfach ins Wasser fallen. Trotz angestrengten
Suchens sehen wir keinen, dafür aber entdecken wir eine
graue Gottesanbeterin, die reglos an einer Palme hängt.
Abends, wenn es dunkel wird, kommen vom nahe gelegenen
Mini-Tümpel oft zwei kleine Krokodile, um Baumfrösche zu
fangen. Gäste, die frühmorgens den Pool nutzen, werden
angehalten, ihn erst mal nach den beiden Reptilien
abzusuchen.
Das Wasser im Swimmingpool hat
Trinkwasserqualität und soll die Mineralien-Zusammensetzung
von wertvollem Heilwasser haben. Es ist mit fast 30 Grad ideal zum Schwimmen, und das Gelände
ist so weitläufig, dass jeder ein abgelegenes und einsames
Plätzchen zum Sonnenbaden oder Lesen finden kann. Abends, an
der Bar oder beim Essen, wird sich dann ausgetauscht über
die Erlebnisse des Tages. Das Essen ist einfach und
schmackhaft, sozusagen afrikanische Hausmannskost, und auch
auf die Wünsche von Vegetariern wird eingegangen, ja sogar
auf Wunsch nur Rohkost serviert. Wer möchte, kann eine
zweite Portion bekommen. Morgens gibt es köstliche frische
Papayas und Bananen, natürlich auch Cornflakes oder Toast
mit Rührei. Wer möchte, kann sich morgens fürs preiswerte
Mittagessen eintragen, es stehen immer zwei Gerichte zur
Wahl. Auf Wunsch wird der Obstkorb im Zimmer jeden Morgen
aufgefüllt. Bei Ausflügen hält man an Supermärkten oder
Obstständen und kann sich dort zum Beispiel mit Obst und
Keksen eindecken
Morgens und abends erkundigt sich Heike
Weber, Tochter des Gründers der Farm, nach dem Befinden der
Gäste. Auf Sonderwünsche wird, soweit als möglich,
eingegangen. Eine ältere Frau hat Geburtstag. Die
einheimischen „Küchenfeeen“ singen ihr temperamentvoll ein
Zulu-Geburtstagslied. Zum Abschluss tragen sie sie wörtlich
genommen auf Händen! Alle klatschen und fallen in den
Refrain ein. Zwischen Deutschen, Schweizern, Österreichern
und Australiern bilden sich zwanglos Kontakte. Besonders die
wenigen Kinder schließen schnell Kontakt und spielen
ausgelassen im Pool, was einige Gäste im Rentenalter nicht
besonders erfreut. Zwanglose Gespräche über Gott und die
Welt ergeben sich auch im Römerbad, in dem immer morgens um
9 Uhr frisches Quellwasser einsprudelt. Ein kleiner Frosch
mit spitzer Schnute – gibt es hier nicht nur
Spitzmaulnashörner, sondern auch Spitzmaulfrösche? –
hüpft entspannt am
Beckenrand. Die Fenster sind offen, und von außen dringt das
Rascheln der Fächerpalmen und das Zirpen der Zikaden ins
Römerbad.
Die Makutsi-Farm ist ein
Ganz-Jahres-Reiseziel. In unserem Sommer ist es dort
angenehm kühl, zwischen November und Februar kann es ganz
schön heiß werden. Im Juni, Juli und August werden extra für
Familien „Familien-Safaris-Ferien“ zu einem besonders
günstigen Preis angeboten. Dr. Weber hat selbst vier Kinder
und sechs Enkelkinder und liebt es, wenn es auch mal etwas
lebhafter auf der Makutsi-Farm zugeht.
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Jahreszeiten
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Monate
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Jahreszeit
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Tagestemperatur
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Regen
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Vegetation
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Sept. - Okt.
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Frühling
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25 - 300C
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selten
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trocken
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Nov. - Feb.
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Sommer
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30 - 400C
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ja
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grün
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März - Apr.
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Herbst
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20 - 300C
|
selten
|
grün
|
|
Mai - Aug.
|
Winter
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15 - 250C
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nein
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trocken
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Heia Safari!
Wir haben unsere erste
3-Stunden-Safari. Für so genannte „Game Drives“ werden nur
maximal sieben Gäste mit genommen. Der Führer und Fahrer hat
deutsch als Muttersprache und profunde Kenntnisse über die
Tier- und Pflanzenwelt. Der Ranger bittet uns, nur leise zu
sprechen und auf keinen Fall aufzustehen. Im Safari-Bus
bilden wir für die Wildtiere keine Gefahr, aber als
Einzelperson könnte es brenzlig werden. Es wird uns auch
empfohlen, nicht zuerst durch die Kamera zu schauen und zu
knipsen, sondern sich erst einmal auf das Tier einzulassen.
Fotografieren kann man immer noch.
Wir sehen erst einmal noch auf dem
parkartigen bewohnten Gelände Paviane mit Kleinen,
Meerkatzen, Perlhühner und Impala-Antilopen. Diese Antilopen
werden Mc-Donald-Antilopen genannt. Die Gründe: es gibt
deren sehr viele, sie haben das McDonalds-M am Po, und sie
bilden ein willkommenes „Fastfood“ für alle Raubtiere. Ein
Traum sind die Ndjala-Antilopen. Die Männchen sind riesig,
dunkelgrau und lang behaart. Die Weibchen sind viel kleiner,
rötlich-braun mit weißen Streifen
Neben einem Schreiadler haben wir heute
als Höhepunkt der Safari das Glück, eine Elefantenkuh mit
Kleinem aus allernächster Nähe beobachten zu können. Und das
meine ich wörtlich … Ganz entspannt rupfen die beiden Gras
und Blätter und fressen. Als die Kuh zu nah ans Auto kommt,
und der Kleine seinen Rüssel Richtung Fotoapparate steckt,
lässt der Ranger den Motor an, und beide weichen ein Stück
zurück. Offenbar haben sie nur gute Erfahrungen mit den
Jeeps gemacht, die Elefanten drehen uns sogar vertrauensvoll
ihre imposante Kehrseite zu, ein Zeichen von Entspannung.
Wir genießen fast eine halbe Stunde die Begegnung zwischen
Wildtier und Mensch. Wir erfahren, dass Elefanten erst mit
40 Jahren ausgewachsen sind und dann etwa 4 Tonnen wiegen.
„Unsere“ Elefantenkuh ist erst etwa 20 Jahre alt. Und fast
alle Wildtiere wurden hier ausgesetzt und vermehrten sich
prächtig, nachdem sie schon fast ausgerottet worden waren.

Früher schossen die Bauern die
Raubtiere ab, wenn sie ihre Rinder rissen. Danach sprach
sich bei vielen Farmern herum, dass reiche Europäer und
Amerikaner bis zu 20 000 (!) Euro bezahlen, um einen Löwen
oder Leoparden abschießen zu können. Heute hat sich
herumgesprochen, dass Touristen, die nur filmen und
fotografieren, auf die Dauer noch mehr Geld bringen als
Jäger, und außerdem weniger Arbeit machen als die
Rinderzucht. Auf mehr als 20 Prozent der Fläche Südafrikas
gibt es daher jetzt Nationalparks oder private Parks, auf
denen jetzt wieder viel mehr Wildtiere leben als noch vor 50
Jahren.
Gibt es einmal eine Überpopulation zum
Beispiel von bestimmten Antilopen oder Löwen, werden
Jagdlizenzen für Einzeltiere an zahlungskräftige Touristen
vergeben, oder die Tiere betäubt, eingefangen und verkauft.
Auf der Makutsi-Farm werden überzählige Antilopen geschossen
und für die Touristen serviert, überzählige Raubtiere werden
an andere Farmen verkauft. Das Modell vieler anderer Farmen,
Raubkatzen zu züchten und für viel Geld Jagdlizenzen zu
verkaufen, ist eines, gegen das die Grünen Südafrikas noch
immer wettern, was sich offenbar aber bewährt hat, wenn man
sich die Erholung der Wildtierbestände in diesem Land vor
Augen führt.
Abends beim Gespräch am Lagefeuer
erfahre ich, dass eine andere Safarigruppe vor zwei Tagen
einen etwas unangenehmen Kontakt mit einem Elefantenbullen
hatte, der sehr aufdringlich wurde. Die Safarijeeps sind
offen … Erst mit Schreien und Hupen war es dem Ranger
schließlich gelungen, ihn in die Flucht zu schlagen. Warum
der Elefant so aggressiv war, kann man nicht rekonstruieren,
jedenfalls war keine Paarungszeit. Dann jedenfalls wagen
sich die gut ausgebildeten Ranger nur bis 50 Meter an die
Tiere heran.
Andere Gäste erzählen von einem
aufregenden Erlebnis am Tag zu vor am Baumhaus. Wildhunde
hatten einen Wasserbock in den Teich am Baumhaus getrieben.
Dort versuchte das riesige Krokodil, sich seiner zu
bemächtigen. Alle Flusspferde schwammen wütend auf das
Krokodil zu, offenbar, um den Wasserbock zu retten. Der aber
floh in Panik aus dem Tümpel, wo er am Ufer den Wildhunden
zum Opfer fiel. Solche Dramen spielen sich hier tagtäglich
ab, viele aber nachts, wenn die Touristen schlafen.
Ein weiterer Höhepunkt unserer ersten
Safari ist ein Breitmaulnashorn-Bulle, der langsam die
Straße entlang trottet, und alle paar Meter mit einem
kräftigen Strahl sein Revier markiert. Wir wundern uns,
woher er so viel Flüssigkeit nimmt. Auch das Nashorn scheint
völlig entspannt zu sein, es gemütlich läuft gemütlich
schaukelnd und ruft immer wieder trockenes Gras ab und
frisst es.
Zwei junge Löwenmännchen schlafen total
entspannt, mit den Füßen nach oben, am Steilufer des Wadis,
das mit vielen Löchern von brütenden Schwalben übersäht ist.
Der eine Löwe entdeckt uns endlich, blinzelt zu uns rüber
und gähnt herzhaft, wobei er sein prächtiges Gebiss mit
riesigen Eckzähnen zeigt. Noch ein weiteres Auto gesellt
sich zu unserem: eine Truppe angehender Biologen auf einer
Farm von „World Vision“, die in einem Vier-Wochen-Kurs
ausgebildet werden. Sie beobachten zum Beispiel das
Paarungsverhalten von Löwen und Leoparden und zeichnen ihre
Wanderbewegungen auf. Erstaunlicherweise weiß man über diese
großen Tiere noch nicht sehr viel. Jahrzehntelang glaubten
Wissenschaftler, dass nur Löwenweibchen jagen, weil dieses
wesentlich leichter zu beobachten sind. Männchen haben einen
weit größeren Aktionsradius und sind daher – auch bei der
Jagd – schlechter zu beobachten. Wie alle Katzen, sind auch
Löwen nachtaktiv. Tagsüber dösen sie hauptsächlich in der
Sonne.
Heute ist die Fünf-Stunden-Safari mit
Jasko auf unserem Programm. Aufgrund der aufgeregten Schreie
eines riesigen Pavianmännchens vermutet unserer Führer, dass
Raubtiere in der Nähe sind. Und richtig: am Flussufer hat es
sich im Schatten eine Löwenfamilie gemütlich gemacht, aus
zwei Löwinnen, einem dunkel behaarten Löwenmännchen – sie
wiegen bis zu 250 Kilo!- mit zwei Weibchen und drei etwa
10monatigen Jungen. Die Weibchen schmusen ausgiebig
miteinander und lecken sich dabei, worauf eines der Jungen
sich an seine Mutter drängt und offenbar auch ein paar
Streicheleinheiten möchte, aber von dem anderen
Löwenweibchen mit Fauchen auf Abstand gehalten wird.
Dem Sonnenuntergang über den
malerischen Drakensbergen wohnen wir auf einem Berg inmitten
der Wildnis bei. Unser Führer hat einen Picknickkorb mit
genommen, und sogar eine Tischdecke. Mit atemberaubenden
Blick über eine fast endlose Fläche mit dürren Akazien wird
uns Sekt eingeschänkt, wir können gekühlte Traubenschorle
genießen, und zu knabbern gibt es leckere geröstete
Maiskörner, Chips und getrocknetes Rindfleisch in dünnen
Scheiben. Das Fleisch lässt mich als „eingefleischte“
Vegetarierin kalt, aber ich sehe am Gesichtsausdruck der
Mitreisenden: auch das ein kleiner Mosaikstein zu einem
traumhaftes Erlebnis!

Die Safari ist noch nicht zu Ende. Wir
fahren im Dunkeln an einen Teich. Unser Führer schaltet das
Licht und dann auch den Motor aus. Wir hören ein
ohrenbetäubendes Konzert der Frösche. Über uns der
sternenbekränzte Nachthimmel Afrikas, mit Sternen, zum
Pflücken nah. Auch hier ist Jasko Experte und erklärt uns
das Sternbild des Skorpions und das Kreuz des Südens. Kein
menschliches Geräusch ist zu hören, nur die Laute unzähliger
Tiere. Wir ahnen, warum sich großstadtmüde südafrikanische
Geschäftsleute in dieser Wildnis Grundstücke kaufen und ein
Wochenendhaus drauf bauen. Einem begegnen wir, und er
erzählt, in der Nähe jage ein Leopard.
Eine Nachtschalbe fliegt im letzten
Moment weg. Ein zierlicher, grauer Buschhase, nachtaktiv und
Einzelgänger, hoppelt im Licht des Scheinwerfers davon.
Außerdem sehen wir noch zwei Nashörner, Mutter und Kalb,
mehrere Giraffen, viele Gnus und Buschböcke. Als wir wieder
eine Nachtschwalbe sehen, geht Jasko vorsichtig an sie heran
und hebt sie auf. Wir bewundern ihre riesige Kehle, die
hinten leuchtet und damit Insekten anlockt. Um den Schnabel
herum sind viele kleine Federn so angeordnet, dass die
Insekten wie mit Widerhaken festgehalten werden. Als
nächstes hat Jasko den Eingang zu einer „Spinnenhöhle“
entdeckt. Die Spinne hat für ihre Höhle einen Deckel gebaut,
der ähnlich wie ein Klodeckel aussieht. Unser Safari-Führer
fängt extra für die Spinne einen Grashüpfer und tut sie in
das Loch hinein, dann klappt er den Deckel zu.
Als Jasko merkt, dass wir auf
Buschbabys mit ihren riesigen Augen stehen, sucht er extra
eins auf dem Campgelände. Es schaut uns groß an, und Jasko
macht ein Geräusch, wodurch es andächtig sitzen bleibt.
Überhaupt scheint er die Sprache der Tiere zu beherrschen,
bei jeder Art wählt er ein neues Geräusch aus seinem
reichhaltigen Repertoire aus, was auf Anklang trifft, ob bei
Gnus oder Buschböcken. Wir erfahren, dass diese Art
Buschbaby ausgewachsen nur 150 Gramm wiegt, so wenig wie ein
Doppel-Brief, es aber auch eine größere Sorte gibt, die
locker das Zehnfache wiegt. Und wir wissen nach dieser
spannenden Safari auch, dass Raubtiere ihre Augen immer vorn
tragen, Beutetiere auf der Seite, und man danach gut die
insektenfressenden von früchtefressenden Fledermäusen
unterscheiden kann. Um uns das zu demonstrieren, fährt Jasko
so lange übers Campgelände, bis wir die zwei
unterschiedlichen Spezies gefunden haben. Eine spannende und
informative Safari ist nach fünf Stunden zu Ende gegangen.
Und doch gibt es diesen Abend noch einen unerwarteten
Höhepunkt: wir können einen Leoparden direkt gegenüber der
Bar im Flussbett bewundern.
Der Krüger Nationalpark, vielleicht der schönste in ganz
Afrika
In der Makutsi-Safari-Farm steht ein
ein- oder zweitägiger Ausflug in den weltberühmten
Krüger-Nationalpark, der mit 20 000 Quadratkilometern etwa
so groß ist wie Rheinland-Pfalz, auf dem Programm. Es gibt
hier im Gegensatz zu vielen Wildparks in Kenia keine
Wilderei. Wissenschaftlicher haben aufgrund von
Bodenanalysen, Bestimmung von Pflanzen und Zählung von
Tieren das optimale Gleichgewicht zwischen Tieren und
Pflanzen bzw. Raub- und Beutetieren herausgefunden und
beobachten es ständig weiter. Die Straßen sind komfortabel,
und insgesamt 12 Lodges laden zum Essen, zum Shoppen, zum
Übernachten oder auch zu Nachtführungen ein. Die Führungen
sind wahlweise im offenen Landrover oder zu Fuß. Die
Wandergruppe wird zum Schutz vor Raubtieren von zwei Rangern
mit Gewehren begleitet. Die Grenzen zu Mozambik wurden
geöffnet, die Öffnung nach Simbabwe ist in Planung. Damit
wäre dann der Krüger-Nationalpark der größte Nationalpark
Afrikas. Er ist, neben der Serengeti in Tansania, schon
jetzt der bekannteste der Welt.
Der Name des Parks geht auf den
südafrikanischen Präsidenten Paul Krüger zurück, der 1898
das Gebiet zwischen dem Krokodil- und dem Sabiefluss als das
Sabie Naturreservat erklärte. Dieser Zeitpunkt war glücklich
gewählt, weil gerade der Burenkrieg tobte, und sich nicht
allzu viele Menschen für den Naturschutz interessierten. Bis
1969 wurden Tausende von Menschen aus dem Gebiet vertrieben
bzw. umgesiedelt. Wildhüter wie Major James
Stevenson-Hamilton verfolgten Wilderer im Schutzgebiet, das
die Größe Hollands hat. 1926 wurde das Gebiet rechtlich als
Nationalpark verankert. Mittlerweile ist der Park zu einem
riesigen Wirtschaftsfaktor Südafrikas geworden. Jährlich
besuchen ihn rund 700 000 Touristen aus aller Welt
(Literatur: „South African Eden“ von James
Stevenson-Hamilton; Jacana, „Krüger National Park
Parkführer“).
Die Ranger sind hervorragend
ausgebildet und müssen ein Universitätsstudium nachweisen.
Afrikakenner bezeichnen den Wildbestand im Krüger
Nationalpark neben dem der Serengeti als reichsten und
ausgewogensten. Der Zustand der Straßen, der
Straßenbeschilderung und die Sauberkeit und der Komfort in
den Lodges hat europäisches Niveau. Man kann nicht nur in
5-Sterne-Lodges wie in der Serengeti übernachten, sondern
findet auch preiswerte Lodges, zum Teil sogar mit
Campingplatz.
Wir sind schon um kurz nach 6 Uhr im
Park. Die Vielfältigkeit und Schönheit der Landschaft und
die Weite des Blickes im Krüger-Park, der so groß ist wie
Hessen, ist einmalig. So große Herden von Gnus, Antilopen
oder Kaffernbüffeln wie hier gibt es ebenfalls nicht in
privaten Safari-Farmen wie der Makutsi-Safari-Farm. Im
Krüger-Nationalpark wurden Überreste der ältesten Menschen,
homo erectus, gefunden, die 1,5 Millionen Jahre alt sind.
Viele Wissenschaftler glauben, dass in Südafrika die Wiege
unserer Kultur liege und unsere Ur-Ur…. –Mutter Afrikanerin
ist.
Unser Fahrer hält plötzlich an. Wir
schauen in die Richtung, in die er schaut. Endlich sehen wir
ihn: einen Geparden. Etwas weiter entfernt grast eine
Warzenschweinmutter mit zwei Kleinen. Der Gepard beobachtet
die Familie aufmerksam. Die Warzenschweine haben ihn nicht
bemerkt und wandern in seine Richtung. Der Gepard duckt sich
im Gras und schleicht sich an. Plötzlich galoppiert er los.
Ihm gelingt es, ein Kleines von der Mutter zu trennen. Wir
halten den Atem an. Doch es gelingt ihm nicht, das Kleine zu
reißen, es ist wieder mit seiner Mutter vereint. Alle drei
Warzenschweine galoppieren weg, so schnell sie können. Wir
sind erleichtert, hören dann aber von unserem Fahrer Vernan,
dass es relativ wenige Geparden im Park gibt, und Geparden
bis zu 20 Versuche machen, Beute zu erlegen, bevor es ihnen
endlich gelingt. Sie können zwar eine Spitzengeschwindigkeit
von 110 Stundenkilometern erreichen, haben aber nicht viel
Ausdauer. Oft wird ihnen die Beute auch noch von Hyänen oder
Löwen abgejagt, und Löwen töten auch Geparden, ihre
Nahrungskonkurrenten.
Wir sehen jede Menge schön gestreifter
Zebras beim Grasen, grau-düstere Gnus und bedrohlich
aussehende Kaffernbüffel mit gewaltigen Hörnern. Dem Angriff
von Kaffernbüffeln fallen in Afrika viel mehr Menschen zum
Opfer als dem Angriff von Raubkatzen. Ein Zebrahengst steht
direkt an der Straße. Als wir näher kommen, humpelt er
langsam weg. Wir erkennen, dass sein eines Vorderknie dick
angeschwollen ist. Vernan, unser Ranger, kommentiert
nüchtern: „Es ist keine Frage, ob das Zebra gerissen wird,
sondern nur noch eine Frage, wann.“ Voller Mitgefühl bannen
wir den wunderschönen Hengst auf Zelluloid und werden ihm so
ein Andenken bewahren.
Mitten auf der Straße laufen Paviane.
Einige Mütter haben ein kleines auf dem Rücken und ein
weiteres Baby am Bauch. Gelassen kraulen sie sich oder
fressen Gras. Vor älteren Pavianmännchen haben sogar Löwen
Respekt. Wir erfahren, dass gelegentlich Paviane in die
Hütten von Dörfern eindringen und Babies töten. Gerade
letzte Woche ist wieder so etwas vor- gekommen. Überhaupt
sind die Eingeborenen nicht gut auf Paviane zu sprechen. Sie
verwüsten ihre Maisfelder, indem sie nicht nur einen
Maiskolben klauen und fressen, sondern auch noch einen unter
den Arm klemmen. Immer wieder ersetzen sie diesen durch
einen neuen, weil der alte rausfällt, ziehen eine Spur von
Maiskolben hinter sich her, und richten so viel mehr Schaden
an als nötig.
Wer nach Afrika kommt, sollte sich bei
der Wildtier-Beobachtung nicht nur auf die „Big Five“
Leopard, Löwe, Nashorn, Kaffernbüffel und Nilpferd
konzentrieren. Diese Liste wurde nach ihrer Gefährlichkeit
von Großwildjägern aufgestellt. Es gibt noch viele andere
Tiere zu beobachten, wie possierliche Buschhörnchen,
urtümliche Warane und viele wunderschöne Vögel. Wir sehen
zum Beispiel im Krüger-Nationalpark einen farbenfrohen
Gaukler-Adler, einen riesigen braunroten Hornraben, den
majestätischen Sekretär, zwei dunkelbraune Kappengeier mit
den Resten einer Giraffe, den kakaduähnlichen Graulärmvogel,
zahlreiche farbenfrohe Nilgänse an einem Tümpel, viele urige
Klaffschnäbel mit einem Schnabel wie ein Korkenzieher, die
wunderschön schillernden Gabelracke, und den knallgelben
Maskenweber sowie überall prächtige blaugrüne Glanzstare.
Rotschnabel- und Gelbschnabeltokos mit riesigen Schnäbeln
und knallgelben Augen haben keine Scheu vor Menschen.
Wem eine zweitägige geführte Tour in
den Krüger-Nationalpark nicht ausreicht, kann den Park auch
auf eigene Faust erkunden. Ein älteres Ehepaar ist insgesamt
drei Monate auf der Makutsi-Farm. Es ist immer 10 Tage auf
der Farm und fährt danach für fünf Tage mit Leihwagen in den
Krüger-Nationalpark und bucht vorher für die Übernachtung in
verschiedenen Lodges. Es nimmt dafür sogar Geschirr aus der
Farm mit, und spart viel Geld durch Selbstverpflegung. Der
Eintritt in den Park beträgt pro Erwachsenen 17 Euro pro
Tag. Einen guten Überblick über die Parkeinrichtungen gibt
die „Krüger Nationalpark Karte“ auf deutsch (Honeyguide
Publications, Fax (Südafrika)0027-11-705 1223).
Reservierungen kann man über die Faxnummern 0027-12-343-0905
oder 0027-12426 5500,
reservations@sanparks.org, Internet:
www.http://parks-sa.co.za
machen,
viele Adressen von Lodges um den Park herum findet man auch
in der monatlich erscheinenden Zeitung „Kruger Park times“ (bushgroves@telkomsa.net
), die über Aktuelles im Park berichtet, wie Krankheiten bei
Löwen oder einen Wettbewerb zur besseren Erforschung der
Lebensgewohnheiten von Wildhunden und Geparden im
Park. Die Lodges direkt
am Park sind
allerdings sehr teuer, die Preise bewegen sich zwischen 800
und 1000 Euro pro Person und Tag, Safaris mit Peilsender
inklusive. Wer es einfacher mag, ist in den Lodges im Park
selbst bestens bedient. Auch Camper kommen auf ihre Kosten,
Kriminalität und Sauberheit sind im Krüger Nationalpark auch
für Besucher in Zelten kein Problem, was auf andere
afrikanische Länder wie Kenia oder Tansania leider nicht
zutrifft.
Moholoholo Rehabilitations-Zentrum für Wildtiere
Etwas ganz Besonderes erwartet uns
heute Nachmittag: ein Ausflug in ein Rehabilitationszentrum
für Wildtiere, etwa eine dreiviertel Stunde von der Makutsi
Safari Farm entfernt.
Der Begründer der Einrichtung, Brian
Jones, redet gerade etwas auf Afrikaans, als wir kommen. Er
unterbricht, will wissen, woher wir kommen. Als er hört,
dass unsere Gruppe hauptsächlich aus Australien kommt, ist
er begeistert, weil die Australier ein so enges Verhältnis
zur Natur hätten.
Einen ähnlich mitreißenden,
enthusiastischen Vortrag zum Thema der Bewahrung der Natur
habe ich noch nicht erlebt. Brian Jones fängt an mit dem
Magnetfeld, dass die Erde schützt, und, dass alles wohl
geordnet und phantastisch zusammen passt. Das Leben, ein
Wunder. Wussten Sie, dass Monarchfalter 6000 Kilometer
fliegen und sich genau dort wieder versammeln, in dem Tal,
in dem sie aus der Puppe geschlüpft sind? Auch die
Vogelrouten von Vögeln sind phantastisch. Sie werden durch
die Hirnanhangsdrüse genau dorthin geleitet, wo sie
geschlüpft sind.
Wildtiere, so Brian Jones Botschaft,
können sich den Veränderungen, die wir ihnen zumuten, nicht
anpassen. In ihnen ist genetisch programmiert, was sie
fressen, wo sie leben können usw. Wenn wir ihr Habitat,
ihren Lebensraum, durch Besiedelung und Landwirtschaft
einengen, können sie sich nicht damit arrangieren. Und weiß
ein Farmer, der einen vergifteten Kadaver auslegt, damit
Wildhunde nicht länger sein Vieh reißen, dass dabei zwischen
300 und 400 Geier ihr Leben lassen müssen? In einem
Videofilm werden uns Bilder dieser Geier gezeigt, von denen
das „Moholoholo Forest Camp“ etliche retten und wieder
auswildern konnte. Wussten Sie, dass Geier erst mit 6 bis 7
Jahren geschlechtsreif werden, und dann nur ein einziges Ei
ausbrüten?
Einige Tiere aber, die man verletzt
fand, wie der seltene Wahlberg-Adler, kann man nicht wieder
auswildern, weil sie ein Revier von Hunderten von Kilometern
brauchen. So große unbesetzte Reviere gibt es für viele
Tiere nicht mehr. Von dieser Adlersorte aber gibt es nur
noch 120 Tiere in Südafrika.
Wir dürfen Geier mit Fleischbrocken
füttern. Trotzt Lederhandschuh mit langer Stulpe ist das ein
Abenteuer, weil die Geier sehr schwer sind und sich manchmal
mit einem Fuß versuchen, am Oberarm fest zu krallen. Das
Stück Fleisch soll man eigentlich fest halten, aber ich bin
schon gut damit beschäftigt, meinen Arm so zu halten, dass
er nicht unter dem Gewicht des Tieres hinuntergedrückt wird.
Ein seltener Adler ist auf Menschen
geprägt. Er bebrütet ein Gelege von unfruchtbaren Eiern. In
der Wildnis wird ein Adler derselben Rasse beobachtet, der
ebenfalls zwei – aber befruchtete – Eier ausbrütet. In der
Natur ist es so, dass das größere und stärkere der beiden
Jungen das schwächere tötet. In diesem Fall wird man das
eine Ei entfernen, sobald das eine Küken geschlüpft ist, und
dem Adlerweibchen im Rehabilitations-Zentrum unterlegen.
Wenn es schlüpft, wird es auf seine Mutter geprägt, und kann
ausgewildert werden. (wer Infos bekommen oder das Zentrum
finanziell unterstützen möchte: Brian Jones, Moholoholo
Forest Camp, Wildlife Rehabilitation Centre, Komfortable
Unterkunft und geführte Führungen möglich, ebenfalls
vogelkundliche Wanderungen und Tierbeobachtung,
moholorehab@wol.co.za
in Hoedspruit.)
Eine Fußsafari – ein Erlebnis der ganz besonderen Art
Fußsafaris kannten wir noch nicht.
Zwischen 6 und 9 Uhr morgens wandert man mit bewaffnetem
Ranger durch das „Veld“, die Savanne. Es geht hierbei nicht
darum, große Tiere zu beobachten, sondern seine Sinne für
die Schönheit von Pflanzen oder Kleingetier, das man sonst
übersieht, zu schärfen. Wir werden angehalten, im
Gänsemarsch und schweigend zu gehen. Der Ranger ist nicht
gerade entzückt über unsere zum Teil farbige Garderobe.
Plötzlich erkenne ich, dass die Safari-Kleidung in Khaki
nicht nur ein Modegag darstellt, sondern auch ideal ist,
weil sie sich den Naturfarben anpasst.
Es gibt hier jede Menge Tausendfüßler
in braun und gelb, die für die meisten Tiere ungenießbar
sind, aber ein gefundenes Fressen für Zibet-Katzen
darstellen, welchen das Gift der Tiere nichts ausmacht. In
einem kleinen Erdloch, das grau ausgekleidet ist, entdeckt
der Ranger eine Pavian-Spinne, so groß wie eine Vogelspinne,
ebenfalls giftig und behaart. Mit einem kleinen Stock lockt
er sie aus ihrer Höhle. Uns stockt der Atem. Ein kleines
Stück weiter entdeckt der Führer die Behausung eines
Skorpions. Wir machen unwillkürlich einen Satz nach hinten,
als er uns erklärt, dass giftige Skorpione bis zu einem
halben Meter springen. Wir sehen große Ameisen mit mehreren
Termiten durch die Gegend ziehen. Es gibt Termiten, die
Pilze züchten und sie ernten. Ihre Bauten werden oberirdisch
bis zu drei, unterirdisch bis zu 47 (!) Meter groß. Die
Königin legt bis zu 40 Jahre lang täglich etwa 200 000 (!)
Eier. Termitenbauten sind Wohnstätten für viele Tiere, von
Schlangen, Waranen, Mangusten bis zu Erd- und
Warzenschweinen.
Auch die Pflanzenwelt kommt auf der
Fußsafari nicht zu kurz. An einem „Rosinenbaum“ laben wir
uns an kleinen, harten Früchten, die sehr beliebt
bei Meerkatzen und Pavianen sind. Von einem
immergrünen Busch, dessen Blätter wie Lorbeerblätter
aussehen, sollen wir jeder ein Blatt probieren. Es schmeckt
bitter und trocknet den Mund aus. Wir erfahren, dass das
Tannin in größeren Mengen auch für Tiere giftig ist. Und
dass Kröten wegen ihres Giftes, was eine halluzinatorische
Wirkung hat, früher von Hippies abgeleckt wurden. Ich
überlege, ob ihnen danach die Kröte wie eine Prinzessin
vorkam?
Ein paar Nilgänse schwimmen auf einem
kleinen See vorbei, zwischen sich zwei Junge, erst etwas
zehn Tage alt. Vor einer Woche waren es noch zehn … Die
Natur kann grausam sein. Kleine Enten stehen auf dem
Speisezettel von Krokodilen und Raubvögeln.
Plötzlich taucht direkt vor uns, hinter
Büschen, ein dunkelgraues Nashorn auf. Der riesige Bulle
scharrt mit den Hinterbeinen. Ein Zeichen von Dominanz,
erklärt uns der Ranger. Wir sollen näher zusammen rücken, um
größer zu erscheinen. Der Nashornbulle macht dann aber doch
einen entspannten Eindruck und rupft mit seinem breiten
Maul, der an einen Rasenmäher erinnert, das trockene Gras
laut hörbar ab. Wir können ihn aus nächster Nähe etwa eine
halbe Stunde lang beobachten, dann trollt er sich langsam.
Ich finde einen schönen grünen Stein, der Ranger erklärt,
dass es ein Malachit sei. Ein goldgelber Stein hingegen
findet nicht seine Anerkennung: es ist ein verdreckter
Quarzstein. Auf dem Rückweg beobachten wir noch einen
Schabrackenschakal, den wir aufgestöbert haben, der aussieht
wie ein heller Fuchs. Eine Fuß-Safari ist etwas besonderes,
finde ich, weil man Flora und Fauna nicht im Vorbeifahren,
sondern langsam und sozusagen in Großaufnahme genießen kann.
Wenn einem dann noch, wie auf der Makutsi-Safari-Farm
Standard, ein Fachmann gute Erklärungen gibt, kommt man
bereichert und zufrieden zurück.
Der Abschied fällt schwer
Mit netten Berlinern, mit denen wir uns
angefreundet haben, genießen wir die letzten Tage auf der
wohl gepflegten Makutsi-Farm mit ihrer tropischen
Vegetation, ihrem alten Baumbestand, Rosinenbäumen und
Akazien, und mit dem flachen Buschland drum herum. Wir haben
uns die letzten Tage auf Käfer spezialisiert und entdecken
die merkwürdigsten und schönsten Kreationen, unter anderen
auch einen Skarabäus-Käfer. Farbige Frauen mit Töpfen und
Handtüchern gehen vorbei, sich Geschichten erzählend,
lachend und scherzend. Ihre Bewegungen sind schön und ihre
Haltung ist aufrecht. Immer machen sie einen zufriedenen,
aber auch auch Weißen gegenüber einen etwas schüchternen
Eindruck. Liebevoll schmücken sie die Rondavels, die
Rundhäuser für die Gäste, mit Palmblättern und
Bougainvillen-Blüten und betreuen sie bis zu ihrer Abreise.
Abends spielen einige Frauen Trommeln,
das Signal fürs Abendessen. Ein Gast hat heute Geburtstag.
Mehrstimmig singend tragen die Frauen einen Kuchen herbei.
Die Melodie ist eintönig und voller Sehnsucht und
gleichzeitig Feierlichkeit. Nach einer kurzen Zeit haben
sich die Frauen am Rhythmus berauscht, sie klatschen in die
Hände, viele Gäste fallen ein, die Musik wird immer
schneller. Dann heben die Frauen den Gefeierten samt Stuhl
auf, setzen ihn sich auf die Schultern, und tragen ihn laut
singend umher, um ihn schließlich wieder sanft auf seinen
Platz abzusetzen. Sie singen noch lange weiter, wie
ausgelassene Kinder. Die Musik hat etwas Hypnotisches,
Betörendes. Das Singen und das Trommeln verschmelzen mit dem
Singen der Zikaden und dem Quaken der zahllosen Baumfrösche.
Ein Buschhörnchen balanciert auf einem Ast und schaut mit
groß glänzenden dunklen Augen zu uns hinunter. Ein
Nashornkäfer krabbelt in Zeitlupe über den Tisch. Eine warme
Brise streichelt meine Wangen. Ist es Traum? Oder
Wirklichkeit?
Zurück nach Hause werden wir dieses Mal
mit dem offenen Landrover gefahren. Spontan singen wir „Hoch
auf dem gelben Wagen“. Jasko leuchtet mit seiner starken
Lampe Büsche und Bäume ab und beschert uns so noch eine
Mini-Nacht-Safari. Ein kleiner Kronenducker, der auf dem
Boden liegt, hebt verschlafen seinen Kopf. Zum Abschluss
singen wir mehrstimmig „Der Mond ist aufgegangen“. Die
Sterne scheinen uns zuzuzwinkern, so nah sind sie.
Das letzte Mal schließe ich mit dem
handgeschnitzten Schlüssel die Tür zu unserem gemütlichen
Rondavel auf. Unsere letzte afrikanische Nacht bricht an.
Makutsi bedeutet Frieden, denke ich, noch mit der Melodie im
Ohr, und sinke in einen tiefen, traumlosen Schlaf.
Literatur: Greta Lippl-Heinsen, „Frauen
von Makutsi“, Eigenverlag. Greta Lippl-Heinsen hat mit
diesem Buch und ihren wunderbaren Bildern die Makutsi-Farm,
ihre Landschaft und die Farbigen, die hier arbeiten,
verewigt. Eine sehr schöne Einstimmung und Erinnerung . Von
derselben Malerin/Autorin; „Bilder von 1935-1996“ u.a. mit
Bildern vom Fluss, den Drakensbergen und der Makutsi-Farm.
Spirituelle Tierbeobachtung
Spirituelle Tierbeobachtung? Was ist
denn das?, mögen sich einige Leser fragen.
Es gibt Unterschiede der Betrachtung.
Tiere sind viel stärker in Verbindung mit dem „Sein“, dem
Ursprung. Sie denken nicht unentwegt wie wir, und daher
leiden Sie auch nicht unter einer drückenden Last von
Problemen. „Kein Selbst, kein Problem“, fasste einmal ein
Mönch die Weisheit der Lehre Buddhas zusammen. Tiere
sind sie selbst.
Sie können gar nicht anders. Tiere können uns etwas über den
Zustand des Nicht-Denkens vermitteln. Tierbeobachtung ist
daher eine Chance, in Kontakt mit der Stille - der Gedanken
– zu kommen, die sie verkörpern und ausstrahlen.
Manche Katzen und Hunde sind, durch das
Zusammenleben mit Menschen, selbst neurotisch geworden.
Tiere in der freien Wildbahn sind niemals neurotisch. Daher
sollten wir Tiere vorzugsweise in der Wildnis beobachten.
Natürlich brauchen wir hierfür nicht nach Afrika zu fliegen!
Die Art und Weise, wie wir Tiere
beobachten, ist entscheidend dafür, ob wir daraus eine Übung
zur Bewusstwerdung machen oder nicht. Wir lassen unseren
Verstand beiseite und grübeln nicht darüber nach, ob wir
eine Impala-Antilope oder Thomson-Gazelle vor uns haben,
oder um welchen Singvogel es sich genau handelt. Wir
etikettieren also nicht. Das nennt Eckart Tolle „im Zustand
des Nicht-Etikettierens Tiere beobachten.“ Während wir ein
Tier beobachten, bleiben wir mit unserem Körper verbunden
und nehmen unseren Körper wahr, sein inneres Energiefeld,
und fühlen jede unserer Zellen vor Lebenskraft vibrieren.
Das hilft, weniger zu denken.
Wir lassen das Tier einfach auf uns
wirken. Wir sind dann in einem ähnlichen Bewusstseinszustand
wie dieses, und doch gibt es einen grundlegenden
Unterschied. Das Tier kann gar nicht anders, und wir kehren
zu diesem Zustand zurück. Dadurch gewinnt er für uns eine
unendliche Tiefe. Wir erleben, wie heilig die Natur ist.
Tiere sind in einem Zustand des „Vordenkens“ und können uns
dadurch den Zustand des Nicht-Denkens lehren.
Wenn wir, was uns alle spirituellen
Lehrer und „Erwachten“ vermitteln, hier sind, um über den
Zwang zu denken hinaus zu gehen, ist Naturbeobachtung
hierfür eine wundervolle Möglichkeit. Durch bewusste Präsenz
erleben wir eine unglaubliche und doch profunde
Transformation. Wer als Bewusstsein die Welt anschaut, und
so auch Tiere, entdeckt: „ich sehe mich selbst.“ Wir nehmen
Tiere, Pflanzen, Menschen als Bewusstsein wahr, aus dem
zeitweise eine Form entsteht, und erkennen, dass die Essenz
dessen, der ich bin, in Millionen von Erscheinungen zum
Ausdruck kommt. „In diesem Zustand der Gegenwärtigkeit
erfährst du Liebe in ihrer tiefsten Bedeutung“ (Eckart
Tolle), indem du andere Lebensformen als dich selbst
erkennst. Liebe nämlich entspringt der Erkenntnis des
Einsseins, der Verbundenheit allen Seins.
Wenn wir in diesem Zustand der Stille,
des Seins sind, erkennen wir, dass es keinen Tod gibt. Leben
ist ewig, wir sind mit der Dimension der Zeitlosigkeit
verbunden. Man kann sein Leben nicht verlieren. Das
Gegenteil von Tod ist nicht Leben, sondern Geburt.
Es beginnt mit dem Fühlen der Hände und
des ganzen Körpers, während wir uns ohne Beurteilung,
Bewertung, Klassifizierung und Etikettierung umschauen. Heia
Safari! Lassen Sie den Vogelführer das nächste Mal zu Hause,
Sie brauchen ihn für diese Übung nicht.
Zugegeben, abends in der Lappa kam ich
mir vor wie ein Exot. Die anderen prahlten damit, wie viele
und welche Tiere sie gesehen hatten, möglichst ein paar von
den „Big Five“ darunter, und ich schwelgte im Glück des
Augenblicks, versonnen über das Flussbett des Makutsi-Rivers
hinweg Tiere in der Dämmerung betrachtend. Es ist nicht
wichtig, was Du betrachtest, sondern wie Du es tust. Durch
Deine Sichtweise kann eine Mücke zu einem Elefanten werden.
(Buchtipps zur spirituellen Naturbetrachtung: Eckart Tolle,
„Stille spricht“ und „Worte sind Wegweiser“, beides als CDs
und Buch bei Arkana-Goldmann)

Interview mit Dr. Gerhard Weber (65), Begründer der
Makutsi-Safari-Farm
Wie sind sie überhaupt nach Südafrika gekommen, und warum
haben Sie sich entschieden, hier zu bleiben? Wie entwickelte
sich das, was heute als Makutsi-Safari-Farm zu bewundern
ist?
Ich war schon während des Studiums
schon mal in Südafrika und war sehr beeindruckt. Ein großes
Land mit viel Platz und wenig Bürokratie außerhalb der
Städte! Als Ingenieur hatte ich ein mehrjähriges Projekt von
IBM in Südafrika zu betreuen. Ich fuhr mit meiner Frau viel
durchs Land. Danach habe ich mich entschlossen, hier zu
bleiben. Erst hatte ich eine Farm, etwa 100 Kilometer
entfernt, gepachtet, auf der ich Zebu-Rinder gezüchtet habe
und Baumwolle angebaut. Noch während ich für IBM arbeitete,
habe ich am Wochenende Rinderzucht gelernt.
Es kamen von allein immer mehr Leute
als Gäste. Erst kamen auch Jäger. Es war ein Gebiet direkt
zur Grenze nach Mozambik, ein wildes Gebiet. Mozambik war
damals kommunistisch. Das Land war sehr preiswert, heute
wäre so etwas Großes wie die Makutsi-Farm mit 12 000 Hektar
Land unerschwinglich.
Als ich auf dem Land Wasser gefunden
hatte, sogar mit Heilqualitäten, hatte ich eine andere
Perspektive, nämlich Gäste rund ums Jahr zu haben. Der Rand
war abgewertet worden, und die Saat und die Spritzmittel für
Baumwolle waren über Nacht doppelt so teuer. Ich verkaufte
einen großen Teil der 1500 Rinder, wir haben jetzt nur noch
150 für den Eigenbedarf. Sie grasen den Rand der Straßen ab,
und dort kann sich kein Feuer ausbreiten. Das ist ökologisch
sehr sinnvoll.
Welche Ziele haben Sie mit der Makutsi-Safari-Farm?
Natürlich ist es auch eine ökonomische Sache. Ich habe vier
Kinder, die alle studiert haben. Aber ich wünsche mir, dass
jeder Gast so zufrieden ist, dass er gern wieder kommt. Man
hat nur ein gutes Einkommen, wenn das Produkt zufrieden
stellt. Offenbar handelt es sich bei unserer Farm um ein
solches Produkt. Wir haben überwiegend Stammgäste, die immer
wieder kommen. Mit zwei Nachbarn zusammen bewirtschaften wir
das Gebiet und haben alle Innenzäune weg gerissen. Jetzt
können wir das Gebiet gut kontrollieren, es gibt keine
Wilderer. Wir vermeiden bei unseren Tieren Inzucht und
sorgen immer für frisches Blut. Cheetas, Geparden, haben wir
aus Botswana und Namibia. Diese Raubkatzen gelten dort als
Landplage. Naturschutz ist uns sehr wichtig, und wir
behandeln die Tiere respektvoll und mit Achtung. Daher ist
auch noch nie etwas passiert, noch nie ein Tourist auf
unserem Gelände durch Tiere verletzt worden. Private Parks
wie unserer haben mehr Wasserstellen und dadurch einen
höheren Besatz an wilden Tieren. Die Besucher bekommen eine
Menge Tiere zu sehen.
Welche Art von Menschen sind Ihre Gäste?
Es kommen ganz unterschiedliche
Menschen. Im Sommer haben wir spezielle Familien-Angebote.
Es gibt dann auch Kinder-Safaris mit Zetteln „Eltern nicht
erlaubt“. Im Sommer ist, mit den vielen Kindern, eine ganz
andere Atmosphäre. Wir haben nur im Juni eine kurze Pause
zum Renovieren, sonst sind wir ein Ganz-Jahres-Ziel. Im Juli
und August haben wir fast nie Wolken, es ist meist 25 Grad
warm, allerdings wird es erst um 6 Uhr 30 hell und schon um
18 Uhr wieder dunkel. Aber die Blätter sind unten, man hat
eine ganz weite Sicht und kann wunderbar Tiere beobachten.
Am meisten haben wir Deutsche als Gäste, es kommen aber auch
viele Australier, die für ein Viertel Jahr eine Weltreise
und bei uns Stopover machen.
Natürlich können wir es nicht jedem
recht machen, und ich bitte, sich nicht hinterher zu
beschweren, aber die allermeisten Gäste sind sehr zufrieden.
Man sieht es auch daran, dass viele schon viele Jahre bei
uns waren. Manche monieren das Essen, weil es ihnen zu
einfach ist, aber in 14 Tagen gibt es nicht eine
Wiederholung. Einige Ehepaare waren insgesamt schon 1 ½
Jahre bei uns. Das eine Ehepaar aus Eckernförde hat sich
schon, aus Altersgründen, drei Mal „endgültig“ von uns
verabschiedet, und ist dann aber doch jedes Jahr wieder
gekommen.
Herr Weber, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.
Makutsi-Safari-Farm: ein erschwinglicher Traum. Infos und
Preise
Die Makutsi-Farm liegt etwa 5
Autostunden bzw. 440 Kilometer nordöstlich des
internationalen Flughafens Johannesburg. Man wird vom
Flughafen abgeholt. Wer vor 9 Uhr ankommt, kann umsonst die
komfortable Flughafen-Lounge benutzen und sich selbst Snacks
zubereiten. Unterkunft in runden Bungalows (Rondavels), die
in einer tropischen Garten-Anlage mit altem Baumbestand am
Makutsi-River inmitten des privaten Makutsi Wildreservates
verstreut liegen. Safaris zu Fuß oder im offenen Landrover,
Ausflüge mit Kleinbüssen zum Krüger National Park, in die
Drakensberge, die Stammesgebiete. Die Sprache der Ranger,
des Küchenpersonals und der Verwaltung ist deutsch, die
meisten Besucher kommen aus deutschsprachigen Ländern.
Preisbeispiele, jeweils mit
Halbpension: Ein-Wochen-Pauschalangebot 730 Euro, mit 3
Ausflügen 1.085 Euro, 2-Wochen-Pauschal-Angebot mit 4
Ausflügen und 2 Safaris: 1.575 Euro. 2-Wochen-Sonderangebot
„Familiensafari“ Mai, Juli, August 14 Nächte mit 3 Ausflügen
und 2 Landrover-Safaris 1.260 Euro, Kinder bis 12 Jahren 50
% Rabatt. Bei Langzeiturlaub 5 Wochen eine Woche geschenkt.
Kein Einzelzimmer-Zuschlag. Ausflüge und Safaris können auch
vor Ort gebucht werden. Reservierung und Information:
Anna-Margarethe Grosser, Carl-Maria-von-Weber-Str. 49, 71640
Ludwigsburg, Tel. 07141-80172, Fax -287725, E-mail:
AnniGrosser@makutsi-com, Internet:
www.makutsi.com .
CASA
EL MORISCO
–
Traumurlaub im subtropischen Gartenparadies mit Yoga,
Theater, Trommelworkshops und Meditation

Kennen Sie das auch: Sie haben noch eine
Woche Resturlaub. Wenn Sie verreisen, und Glück haben, kommt
Ihnen dies wie mindestens zwei Wochen vor, und sie nehmen
den Zauber dieser kostbaren Ferienzeit ihren Alltag mit.
Sind Sie zuhause geblieben, verrinnt die Zeit wie im Fluge,
und der Alltagsstress hat Ihre Urlaubstage einfach
„aufgefressen“, ohne, dass Sie genau wissen, wo die Zeit
geblieben ist.
Ein
solches „Glück“ habe ich auf der CASA EL MORISCO erlebt,
zwanzig Kilometer östlich von Malaga und nur 1,5 km zum
nächsten Meeresstrand. Urlaub unter Freunden, oder zumindest
Gleichgesinnten,
unter denen sich nach nur wenigen Tagen Freundschaften
bilden. Köstliches vegetarisches Essen in einer
subtropischen Landschaft mit Meeresblick und einem Licht,
was es so nur in Andalusien -
dem „Land des Lichts“ - gibt.
Hier werden die meisten Sonnentage auf dem europäischen
Festland gezählt.
Jeder
Gast wird sonntags vom Flughafen abgeholt und hingebracht.
Dadurch kommt schon mal Entspannung auf. Ein Mietauto ist
damit völlig überflüssig. Malaga ist von vielen Städten als
Billigflug zu erreichen, zum
Beispiel mit Ryan-Air oder Easy
Jet ab 150 Euro. Fast alle Gäste bleiben eine Woche, einige
auch zwei oder noch länger.
Die Führung über das
weitläufige Gelände über mehrere Ebenen mit subtropischer
Vegetation verschlägt einem den Atem. Drei
sonnendurchflutete Seminarhallen, ein
Salzwasser-Swimmingpool, Sauna, Riesen-Trampolin, ein
Indischer Garten mit See und Tempel, ein „Garten der Sinne“,
von Künstlern nach den Grundlagen des indianischen
Medizinrades gestaltet, und eine Vielzahl von Fruchtbäumen
wie Macademia-Nüssen, Avocados, Feigen, Granatäpfeln, Wein,
Japanische Mispel. Farbenfrohe Hibiskus, Bougainvillea und
Oleander verwöhnen das Auge, und Pfauen spazieren mit ihren
Jungen durch die üppige Gartenlandschaft.

Viele
kommen nur wegen der köstlichen vegetarischen und veganen
Vollverpflegung mit viel frischem Obst und Gemüse teilweise
aus Bio-Anbau und zum Entspannen. Das Frühstücks- und
Abendbuffet ist reichhaltig, auch mittags gibt es ein
Salatbuffet und warme Speisen. Alle Getränke, auch
alkoholische, sind inklusive. Die Küchenphilosophie der
CASA EL MORISCO lautet: „Den Schlüssel zum Glück erhalten wir
durch das richtige Denken und Essen, wer glücklich ist, kann
besser denken, wird aktiver, fühlt sich wohler und ist
gesünder.“ Die Ernährung unterstützt damit das Wachwerden
von Körper, Geist und Seele. Das Vollkornbrot wird selbst
gebacken, und es gibt zu jeder Mahlzeit hausgemachte
Brotaufstriche. Wilfried, der Begründer der Casa, hat das
Ziel, dass auch Nicht-Vegetarier diese Form der Ernährung
ausprobieren und eingefahrene Ernährungsgewohnheiten
überdenken. Belohnt wird der Körper mit einem neuen
Wohlbefinden. Wilfried ist Heilpraktiker und macht den
Gästen auf Wunsch durch eine Blutanalyse nach Professor
Doktor Enderlein unter dem Horoskop anhand ihres Blutbildes
ihre Ernährungssünden, aber auch ihre Fortschritte unter dem
Mikroskop deutlich.
Weil
man sich in der
CASA EL MORISCO durch wohltuende Gespräche,
gesundes Essen, Sonne und frische Luft so schnell
regeneriert, haben viele
Gäste
doch keine Lust, eine Woche lang in der Hängematte zu liegen
und zu lesen, sondern bekommen Lust auf das vielfältige
Programm, dem „Yoga-Wohlfühlprogramm“, was die meisten
Wochen im Jahr läuft, oder nehmen an Ausflügen teil oder
lassen sich Massagen oder Reikibehandlungen geben. Das
täglich mindestens dreistündige Angebot des
Yoga-Wohlfühlurlaubs umfasst Yoga verschiedener
Schwierigkeitsstufen – es gibt fünf qualifizierte Yogalehrer
in der Casa -, Meditation, Entspannung, Phantasiereisen,
Singen, Trommelworkshops, Mantrensingen, Gesprächskreisen
oder Theatervorstellungen unter Beteiligung der Gäste. Für
die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Alle
Angebote sind freiwillig, werden aber von vielen Gästen rege
genutzt.

Eindeutig
im Vordergrund steht in der Casa Yoga. Es soll nicht nur ein
Aha-Erlebnis bleiben, wie auch die gesunde vegetarische
Ernährung, sondern zu einer Haltung von Gelassenheit,
Zufriedenheit, innerer Ruhe und Gesundheit werden, die in
den Alltag mitgenommen wird. Therapeutisches Yoga steht im
Vordergrund, und es die Yogalehrer „verschreiben“ auch in
Privatstunden individuell zusammengestellte Übungen für
körperliche Probleme wie Rückenschmerzen. Nach nur einer
Woche ist das Üben normal geworden, ich praktiziere seither
den Gruß an die Sonne und fühle mich damit schon morgens fit
– ohne Kaffee oder andere Stimulanzien.
Garten-Karma-Yoga
Den ganzen Tag entspannen am Pool möchte
ich heute nicht. Ein paar Tage finde ich es schön, in einer
Hängematte mit einem guten Buch zu „chillen“, aber
irgendwann reicht es. Ich frage Herbert, den Gärtner, ob er
für mich Aufgaben im Garten hätte. „Karma-Yoga“ sozusagen,
ich als Karma-Yogini für ein paar Stunden. Er zeigt mir,
welche Beete zu machen sind, und wo die Gartengeräte sind.
Mit Wasserflasche und Strohhut „bewaffnet“, mache ich mich
an die Arbeit. Ich finde gleich eine wunderschöne
Pfauenfeder. Ein Gast bekommt das mit, und ich schenke sie
ihm. Ich will ja dienen, und keine Geschenke!
Die ersten beiden Beete gehen
flott von der Hand. Beim Abknipsen der verblühten Blüten
kommt mir die Idee, dass wir als Gärtner das Thema
„Vergänglichkeit“ und damit Tod ausblenden. Als Herbert noch
mal vorbei kommt, sagt er aber, „dass sonst die Kraft der
Pflanze in die Frucht geht.“ Er zeigt mir üppig blühende
gelbe Büsche, und einen von der gleichen Sorte daneben, bei
dem tatsächlich noch die alten Blüten dran sind. Und
wirklich: dieser Busch scheint zu leiden, er sieht müde und
alt aus. Ich mache mir die neue Sichtweise zueigen und fühle
mich gut beim Ausknipsen vertrockneter Blüten.

Das Unkrautrupfen fühlt sich
mehr an wie Straßenarbeiten. Mit einer Art Spitzhacke hacke
ich in den knüppelharten, total verdichteten Boden. Das
Unkraut hat tiefe und nach allen Seiten verzweigte Wurzeln.
Es sieht harmlos aus wie Grünlilien, ist es aber nicht. Ich
erlebe, wie Aggressionen in mir aufsteigen. Giersch und
Quecke, die ich aus meinem Garten kenne, sind nichts
dagegen! Großmundig hatte ich versprochen, ein etwa 20 qm
großes Beet von Unkraut zu befreien. Am Ende habe ich
vielleicht ein Fünftel geschafft, bei vollem Körpereinsatz.
Ich bin aber trotzdem zufrieden, habe ich doch alles, und
damit mein Bestes, gegeben! Die Rosen strahlen wieder in
voller Farbenpracht, die Agaven und Aloe-Pflanzen sehen aus
wie stolze Statuen. Ein Wermutstropfen: am Ende nutzt eine
der vier Katzen das unkrautfreie Zentrum als Toilette. Ein
Gast tröstet mich: das solle ich als Kompliment auffassen,
wie gründlich ich gearbeitet habe.
Bei Karma-Yoga soll man nicht
auf die Ergebnisse, und schon gar nicht auf Belohnung
schielen. Trotzdem bin ich froh, als Herbert am letzten Tag
nach einer anstrengenden Yoga-Session auch mich dankend und
lobend erwähnt. Weil dies so unerwartet kommt, treten mir
Tränen in die Augen.
Einige der Highlights: Ausflüge in die wunderschöne Umgebung
Mehrmals im Jahr wird Wanderurlaub in die
schöne Umgebung angeboten, und Ausflüge und mehrstündige
Wanderungen stehen das ganze Jahr über auf dem Programm.
Eine Vollmondwanderung in einem Kalksandsteingebirge in der
Nähe von Malaga unter der Leitung von Eberhard, Wilfrieds
Bruder, wird mir ein unvergessliches Erlebnis bleiben. Er
erzählte nette Geschichten, Witze und Insider-Informationen
und verteilte auf der Fahrt köstliche Bonbons. Der Mond geht
orangen auf, die Venus wirkt weiß dagegen. Das Gebirge sieht
aus wie ein kleiner Gran Canyon. Oben begrüßt uns ein junger
Fuchs im Mondlicht, einfach magisch. Weiter unten sehen wir
ihn noch einmal. Einige sind nicht ganz schwindelfrei und
werden von den CASA-Mitarbeitern unter die Arme genommen und
fast den Gipfel hinunter getragen. Auch ein Ausflug zu einer
kristallklaren Bucht mit der Möglichkeit zum Schnorcheln war
ein Highlight meines Aufenthalts. Der Marktbesuch war für
meine Kinder attraktiv, die sich T-Shirts und Ledergürtel
für 2 Euro kauften. Mir war das Gewusel, Gefeilsche und das
Angebot schreiend bunter Billig-Artikel vor allem aus
Fernost zu viel, und ich sehnte mich nach der idyllischen
und friedvollen Casa el Morisco zurück.
Der
Begründer der CASA, Wilfried, hatte mit Mitte vierzig alle
möglichen Zipperlein und stellte dann seine Ernährung auf
vegetarisch um. Nach einer Heilpraktikerausbildung wusste
er: ich will etwas mit Gesundheit machen. Aber nicht helfen
oder heilen, sondern Menschen in die Lage versetzen,
gesünder zu leben. Nur gesunde Ernährung, das reichte in
seinen Augen nicht, und er lies sich als Yoga-Lehrer
ausbilden. Sein Konzept geht auf, und er ist selbst ein
Beispiel, was jeder mit gesunder Lebensweise erreichen kann:
stabile Gesundheit, eine ansteckend gute Laune, nicht nur
vom Leben träumen, sondern seine Träume verwirklichen. Für
Wilfried gehört jetzt, mit Mitte 60, das Abenteuer
Vaterschaft dazu. Für seine entzückende kleine Tochter, die
er mit einer Spanierin hat, will er noch lange fit und
gesund sein.

Hier ein paar Zitate aus dem
Gästebuch: „Das ist hier eine Oase für gestresste
Alltagsseelen mit einer familiären, sehr warmherzigen
Atmosphäre.“ „Ich habe meine erste Apfelsine vom Baum
gepflückt.“ „Eine Oase der Ruhe, die zugleich voller
Lebendigkeit steckt.“ „So erholt und entspannt nach nur
einer Woche „Auszeit“ habe ich mich schon lange nicht mehr
gefühlt.“ „Es ist wie Urlaub unter Freunden.“ „Gleich nach
meiner Anreise hatte ich das Gefühl, im Paradies gelandet zu
sein. Meine Erwartungen wurden noch übertroffen.“ Ich komme
sicher wieder, vielleicht wird die Casa meine zweite Heimat.
Im Februar lasse ich mich auf der Casa von Remo Ritter aus
der Schweiz zur Yogalehrerin ausbilden und freue mich schon
sehr auf diesen „Urlaub unter Freunden“.
Für die
Bio-Puristen ist die „Finca Ecológica El Morisco“ die erste
Adresse, gegründet vom Deutschen Wilhelm Benner. Als „Oase
für Gesundheit, Ernährung und Wohlbefinden“ werden Gäste
ausschließlich mit Bio-Produkten aus eigenem Anbau, auf
Wunsch auch Frischkost, im
hauseigenen Restaurant verwöhnt. Auch hier: subtropische
Fruchtbäume, Pool und Sauna, Sport, Wandern und Meditation.
Außerdem: Malkurse, Segelturns, Jeeptouren und Reiten. Auch
auf der Finca kann man als „Working Guest“, wie als
„Karma-Yogi“ in der CASA, gegen Kost und Logie plus
Taschengeld mitarbeiten. Wohnmobile und Caravans sind
willkommen. Die Sicht ist hier oben atemberaubend.
Mein Tipp: Urlaub im Casa el
Morisco machen, im Hofladen der Finca Ecológica zum Beispiel
getrocknete Bio-Mangos einkaufen und dabei vielleicht schon
vom nächsten Urlaub träumen.
CASA EL MORISCO, Benajarafe/Malaga,
Tel. 0034-9525513314,
casa@morisco.de,
www.morisco.de.
Urlaub ab 350 Euro/die Woche für
Übernachtung mit Frühstück, 525 Euro die Woche mit
vegetarischem Ganztagsbuffet, mit Yoga-Wohlfühlprogramm(
1.3.-1.11. 2009 und 28.2.-31.10.2010) ab 595 Euro, zweite
Woche 565 Euro. Transfer vom Flughafen sowie Getränke jeder
Art inklusive.
Finca
Ecológuca El Morisco, Familie Hüglin,
info@fincaelmorisco.eu,
www.fincaelmorisco.eu
.Preise für Halpension ab 24 bis 72 Euro pro Tag, je nach
Saison und Komfort, Einzelzimmer-Zuschlag 15 Euro.
Spezialitäent im Hofladen: Biowein aus der Gegend,
Vollkornkekse und getrocknete Mangos.
Farbenfrohe
und phantasievolle vegetarische Schlemmereien
aus
der CASA EL MORISCO
Kichererbsenaufstrich
100 g Kichererbsen weichkochen und dann
mit Pfeffer, Salz, Essig und Olivenöl pürieren. Je nach
Geschmack gekochte Möhren, rote Paprikastückchen und/oder
klein gehackte Zwiebeln zugeben.
Avocadocreme
2 entkernte Avocados mit etwas Olivenöl,
Salz, Zitronensaft und frischem Knoblauch pürieren.
Tomatencreme
100 g Butter bei Zimmertemperatur weich
werden lassen, dann Bierhefe, Tomatenmark und gehackte
Petersilie unterrühren.
Gefüllte Auberginen
2 Auberginen längs in der Mitte
durchschneiden, mit Olivenöl und etwas Salz beträufeln und
im Backofen bei 200 Grad ca. 15 Minuten garen. In der
Zwischenzeit 1 Zwiebel, 100 Champignons und 4 Tomaten klein
schneiden. Das Innere der Auberginen mit einem Löffel
herausschaben und unter die Tomaten-Champignon-Mischung
geben. 50 g Pinienkerne und die Masse in die
Auberginenhälften geben und im Ofen noch mal 30 Minuten
backen. Nach dem Backen mit Raspelkäse überstreuen.

Zucchini-Gurkensalat in Avocadocreme
1 Salatgurke und 2 Zucchini mit der
Gemüseraspel in feine Streifen schneiden. Für die Sauce 1
Avocado, ½ Becher Joghurt, 1 Teelöffel pflanzliche
Gemüsebrühe, etwas Olivenöl und den Saft von einer Zitrone
pürieren. Das geraspelte Gemüse in die Sauce einrühren und
ca. 1 bis 2 Stunden durchziehen lassen. Vor dem Servieren
mit Sonnenblumenkernen bestreuen und mit Petersilie
garnieren.
Tomaten-Paprika-Salat
4 rote Paprika auf dem Backblech bei
200 Grad so lange rösten, bis sich Blasen bilden und die
Schale beginnt, sich braun zu verfärben. Dann abkühlen
lassen und die Schale entfernen. Die Paprika klein schneiden
und etwa die gleiche Menge frische Tomaten achteln. Mit
einer kleingehackten Zwiebel, Salz, Olivenöl, Knoblauch und
Essig abschmecken.
Naturhotel am Faaker See: Kärnten statt Karibik!
Kärnten ist das lebenslustige Urlaubsparadies für Familien
und Naturbegeisterte. Warum? Die Seen sind die wärmsten
Österreich, daher ideal zum Baden. Kärnten ist wärmer und
sonniger als die anderen Bundesländer, fast schon
mediterran. Und: überall eine Bilderbuchlandschaft aus
majestätischen Bergen und türkisfarbenen Seen, karibikblau
sozusagen, insgesamt mehr als 200.
Kärnten ist der lebensfrohe und
–lustige Süden Österreichs. „Ackern“ heißt hier „feiern“:
auf Strohballen, unter freiem Himmel, den ganzen Sommer
lang! Man trinkt Apfelmost oder „Ackerbier“ und freut sich
an blühenden Sonnenblumen. Die Party-Felder zum Beispiel am
Ortsrand von Villach oder Klagenfurt findet man anhand der
Vogelscheuchen. Die Party beginnt schon um 12 Uhr, und der
Eintritt ist frei. Wer Lust hat, kann eine der mehr als 200
Almhütten mieten, im Standard von ganz einfach bis luxuriös
mit SAT-TV und Geschirrspüler (www.urlaubaufderalm.com
). Der Faaker See ist einer der schönsten und wärmsten
Wir haben uns im Natur-Hotel Faakersee einquartiert.
Einmalig der Blick auf den idyllischen Faaker See umrahmt
vom majestätischen Gebirgsmassiv Karawanken. Sprichwörtliche
Gastfreundschaft heißt hier: mit Familienanschluss, Urlaub
unter Freunden! Familie Treiber ist jederzeit zu einem
Schwätzchen oder einer freundlichen Auskunft zu haben. Fast
alle Zimmer haben Seeblick. Es gibt auch Ferienwohnungen.
Eine kleine Landwirtschaft liefert Kräuter, Tees, Gemüse,
heimisches Obst und Getreide. Alles in Bioqualität. Brot und
Gebäck wird selbst gebacken. Das Frühstücksbuffet ist
reichhaltig und schließt Getreidebreie nach der
5-Elemente-Küche sowie Frischkornbrei und selbst gemachten
Käse ein. Die kreative Vollwertküche und Kärntner
Spezialitäten verwöhnen auch anspruchsvolle Gaumen.
Nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen, und den ganzen Tag
über Kräutertees, Natursäfte und energetisiertes Wasser.
Die Ruhe und das liebevolle Umsorgtsein sorgen für einen
ganz besonderen Komfort. Der Garten mit Biotop ist ein
Augenschmaus und Eldorado für Schmetterlinge. Sauna und
Aromadampfbad sorgen abends für Entspannung. Es wird auch
Nordic Walking mit diplomierten Wellnes-Trainern angeboten,
oder Heilmassagen mit Peter. Wer will, kann mit Franz joggen
oder bergwandern. Ein Kinderspielplatz, eine Pferdekoppel
und eine Reitbahn sowie Fahrräder und ein Tischtennisraum
stehen den Gästen zur Verfügung. Wer möchte, kann mit Karina
reiten oder reiten lernen. Wanderer oder Radfahrer haben das
ganze Jahr Saison. Das Dorf und der See liegen zu Fuß nur 3
Minuten entfernt.
Was kann man in der Umgebung unternehmen? Im Faaker See kann
man im Strandbad schwimmen oder Boot fahren. Das Wasser hat
angenehme 26 Grad! Das türkisfarbene Wasser besitzt
Trinkwasserqualität. Es gibt keine Motorboote, dafür eine
idyllische Insel. Am Faaker See gibt es Segel- und
Surfkurse, Tenniskurse, Reiten, Kaja, Kanu, Mountainbike,
Radfahren, Rafting, Beachvolleyball und Golfen. Das
vielleicht gemütlichste Kärnter Wirtshaus liegt am Faaker
See: das „Tschebull“ in Egg am Faaker See. Der Wirt Hans
Tschermernjak kocht mit Herz und serviert zum Beispiel eine
knusperige „Festtagsente“, die locker für zwei reicht. Dazu
gibt es Honig-Rotkohl und Knödel nach Geheimrezept. Lecker
dazu: Pfiff, frisch gezapftes Bier. Die mächtige Burgruine
Finkenstein stammt aus dem 12.Jahrhundert.
Der Faaker Bauernmarkt am Donnerstag hat
Volksfestcharakter und jeden Dienstag gibt es ein
Drobollacher Wirtefest. Sportveranstaltungen wie der
Internationale Panoramalauf, ein Kinder-Aqualon, eine
„European Bike Week“ und ein Faaker Triathlon locken viele
Besucher und Aktive an.

In den Karawanken, Karnischen- und
Julischen Alpen kann man bergwandern oder die Dreitausender
mit Bergführer der „Alpinschule Vierjahreszeiten“ besteigen
(www.vjz-alpin.at
). Auch ohne Alpinschule lässt sich auf dem Klettersteig
Rotschitza Klamm der Rotschitza-Wasserfall auf sieben Meter
Höhe überqueren mit einem Traumblick auf den Faaker See.
Der Naturpark Dobratsch mit einem der schönsten
Alpengärten Österreichs mit Edelweiß und Enzian ist der
einzige Ganzjahres-Naturpark Österreichs (www.naturparkdobratsch.info).
Im Tierpark Rosegg am mittelalterlichen Burgberg von Rosegg
lassen sich Luchse, Steinwild und weißes Rotwild aus
nächster Nähe beobachten.
Wir haben uns von Frau Treiber vom Natur-Hotel Faakersee
Rezepte für Köstlichkeiten wie Kräuterbrot,
Dinkelsteak und Dinkelbrötchen aufschreiben lassen. Damit
wir auch zuhause etwas vom Gesundheits-Urlaub an einem der
schönsten Seen Kärntens haben.
Naturpension-Hotel Faakersee, Strandbadstraße 7-11, A-95580
Villach-Drobollach am See in Kärnten, Tel. 0043-4254-3312,
naturhotel.faakersee@utanet.at ,
www.a-bio-urlaub.at/naturhotel%20faakersee.htm
.
Füge nach Klagenfurt von vielen
deutschen Flughäfen ab 19 Euro wie Tuifly, Germanwings oder
Air Berlin. Urlaubsinfos über Kärnten: Tel. 0043-463-3000,
www.kaernten.at
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